Zoo Erfurt: Trauriger Abschied! Nashorn Dino ist endgültig fort – „Dass es so lange dauert, hätten wir nicht gedacht“

Zoo Erfurt: Eine letzte Streicheleinheit für den Nashornbullen Dino.
Zoo Erfurt: Eine letzte Streicheleinheit für den Nashornbullen Dino.
Foto: Zoo Erfurt

Erfurt. Trauriger Tag im Zoo Erfurt!

Am Donnerstag hat sich der Zoo Erfurt von Nashorn Dino trennen müssen, der nach Schwerin umzieht. Das Abschiednehmen fiel nicht nur den Tierpflegerinnen, sondern auch Dino sichtlich schwer: Erst nach acht Stunden (!) und mit etlichen Lockmitteln hat er den Gang in die Transportbox angetreten.

Zoo Erfurt: Trauriger Abschied – Dino macht es den Tierpflegern schwer

„Dass es so lange dauert, hätten wir nicht gedacht“, zieht Zoosprecherin Anne Protzel ein Fazit. Der „sture Bulle“, so Protzel, ließ sich nur schwer in Richtung Transportbox bewegen. Rund einen Meter davor versagten ihm dann komplett die Nerven – es ging keinen Zentimeter weiter.

Dort verharrte er die nächsten Stunden. Hat er womöglich den drohenden Abschied vom Erfurter Zoo gespürt? „Hier hatte er es schließlich nett“, sagt Protzel. „Die schöne Anlage, eine tolle Frau, zwei Kälber.“

Deswegen muss Dino den Zoopark Erfurt verlassen

Doch alles das muss Dino jetzt hinter sich lassen. In seinem neuen Schweriner Zuhause soll er die Zucht ankurbeln. Das hat in Erfurt schließlich schon gut geklappt. In Mecklenburg-Vorpommern warten dann gleich zwei Damen auf ihn, mit denen er eine neue Familie gründen könnte.

Von diesen Aussichten war Dino zunächst anscheinend nicht besonders überzeugt. Der letzte Meter zur Box fehlte nach Stunden noch immer. Obwohl die Pflegerinnen nichts unversucht gelassen haben.

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Der Zoopark Erfurt: Öffnungszeiten und Eintritt

  • Der Thüringer Zoopark Erfurt öffnet an 365 Tagen im Jahr
  • März bis Oktober: 9 bis 18 Uhr
  • November bis Februar: 9 bis 16 Uhr
  • Eintrittspreise: Erwachsene zahlen 15 Euro, ermäßigt 10 Euro, für Kinder kostet der Besuch 7,50 Euro, Hunde 3,50 Euro
  • Für Familien gibt es vergünstigte Tarife
  • Hunde müssen an der Leine geführt werden, sie dürfen begehbare Tieranlagen und Tierhäuser nicht betreten

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So wurde Dino in die Transportbox gelockt

„Anfangs hat Bereichstierpflegerin Aline Gerbusch mit leckerem Fressen gelockt. Dann hat sie es mit Marcitas Ausscheidungen als Lockmittel probiert. Nach einer längeren Pause kam dann noch der berühmte Schrubber zum Einsatz – Dino liebt die Streicheleinheiten seiner Pflegerinnen“, beschreibt Protzel den langwierigen Versuch, das Nashorn in die Box zu locken.

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Das erwartet Nashorn Dino in Schwerin

Erst nach acht Stunden war es dann endlich soweit. „Ein paar nette Worte haben auch noch geholfen“, erklärt Protzel, wieso der Bulle sich doch noch für Box und Umzug entschieden hatte.

Die Zoosprecherin ist sich sicher, dass sich Dino auch in der neuen Schweriner Heimat wohlfühlen wird. „Er wird es auch dort sehr gut haben. Auf 8000 Quadratmetern lebt er mit den Nashorndamen, Antilopen, Hühnern und Zebras zusammen.“

Auch Dinos Sohn Kiano steht noch ein Umzug bevor. Er soll das Zuchtprogramm im Safaripark Beekse Bergen bereichern. Damit die Aktion beim nächsten Mal ein wenig schneller über die Bühne geht, bekommt er schon jetzt ein Kistentraining. (vh)