Baby aus Erfurt: Krebs-OP muss verschoben werden – endlich gibt's ein „kleines Licht der Hoffnung“

Die Geschichte des kleinen Finn's berührt viele Menschen. (Symbolbild)
Die Geschichte des kleinen Finn's berührt viele Menschen. (Symbolbild)
Foto: IMAGO / CHROMORANGE

Erfurt. Für zwei Eltern aus Erfurt ist ein Albtraum Realität geworden: Ihr kleiner Sohn hat Krebs.

Der kleine Finn aus Erfurt ist noch nicht mal ein halbes Jahr alt. Dann wird bei ihm Krebs diagnostiziert. Als wäre das nicht schon schlimm genug, musste jetzt auch noch seine Operation verschoben werden.

Der Grund macht nicht nur die Eltern traurig, wie „MDR Thüringen“ berichtet. Doch jetzt gibt es endlich einen Hoffnungsschimmer für die Familie aus Erfurt.

Erfurt: Baby leidet – doch keiner weiß woran

Der kleine Finn weinte nach seiner Geburt viel, hatte ein dickes Bäuchlein. Die Ärzte vermuteten Dreimonats-Koliken, sagt Mama Stefanie dem MDR.

Aber dann der Schock: Finn hat Blut in den Windeln. Zunächst hätten die Ärzte den Kleinen nicht aufnehmen wollen oder können, sagt Stefanie – wegen der Corona-Lage.

Erfurt: Krebs-OP muss verschoben werden – Grund macht traurig

Erst nach dem zweiten Blut-Fund und mehr Druck sei es für Finn ins Krankenhaus gegangen. Die erschreckende Diagnose: Finn hat einen weit entwickelten Nierenkrebs auf beiden Seiten.

Statt der so wichtigen OP heißt es für den kleinen Kämpfer und seine Eltern aber nur: Jede Woche drei Tage für die Chemotherapie ins Krankenhaus...

Der Grund macht die Eltern wütend. Es gibt im auf diese Art von Nierenkrebs-OPs spezialisierten Uniklinikum Tübringen keine freien Kapazitäten. Und das auch, weil das Krankenhaus voll mit Corona-Patienten ist.

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Erfurter Krankenhaus-Situation macht traurig

Dazu ist die Familie finanziell auch nicht auf Rosen gebettet. Vermutlich muss Stefanie sogar ihre Elternzeit verlängern. Und das unbezahlt. Denn, ob Finn im September bereit für die Krippe ist – eher fraglich. Wie lange der Albtraum für die Familie aus Erfurt noch so weitergeht, steht in den Sternen. >> HIER geht's zur ganzen Geschichte!

Doch es gibt gute Nachrichten! Das Schicksal der Familie verbreitet sich schnell. Viele Menschen möchten helfen. Die Mutter sei „überrascht über so viel Zuspruch, Anteilnahme und Hilfsbereitschaft teils fremder Menschen“, berichtet der MDR. Das gebe ein „kleines Licht der Hoffnung“.

Ist das vielleicht das Weihnachtswunder, das die Familie sich ersehnt hat? (mbe)