Jena: Spaziergängerin macht erschreckende Beobachtung „Wieso passiert das nur immer wieder?“

Auf einer Schafweide in Jena hat eine Spaziergängerin etwas Schlimmes gesehen. (Symbolfoto)
Auf einer Schafweide in Jena hat eine Spaziergängerin etwas Schlimmes gesehen. (Symbolfoto)
Foto: dpa

Jena. Eine Frau aus Jena hat eine erschreckende Beobachtung gemacht. „Ohne Worte“, schreibt sie bei Facebook. Andere Nutzer stimmen ihr zu: „Mir blutet das Herz“, kommentiert einer. Die Frau fragt sich: „Warum passiert das nur immer wieder?“

Jena: Frau macht schockierendes Foto – „mir ist schlecht“

Was ist passiert? Eine Frau war in Jena in der Gegend um den Jägerberg unterwegs, als ihr etwas Schreckliches auffiel. Auf einer Schafweide liegt ein Tier – es rührt sich nicht mehr.

Sie teilt das Foto in der Facebook-Gruppe „Rund um Jena“ und schreibt: „Ohne Worte – kein Wasser, rings um den abgesperrten Bereich sind die Wiesen grün.“ Viele Tiere seien bereits ausgebrochen, um wo anders frisches Gras zu finden. Eines hat es aber wohl nicht mehr geschafft.

Bei Facebook löst das Foto heftige Reaktionen aus. „Mir ist schlecht“, schreibt eine Kommentatorin. Andere rufen dazu auf, selbständig Wasser zu den Tieren zu bringen, um ihnen zu helfen. Viele berichten aber auch von ähnlichen Vorfällen. „Das ist ja nun leider nicht das erste Mal“, kommentiert einer. Was ist nur auf dem Jägerberg los?

Was sagt die Polizei?

Der Polizei in Jena sind die Vorfälle auf der Schafweide bereits bekannt. Polizeisprecherin Steffi Kopp berichtet: „Als es im Sommer so extrem heiß war, hatten wir fast täglich Einsätze wegen dieser Schafe.“ Das Veterinäramt sei vorbeigeschickt worden, habe aber keine Verstöße festgestellt, so die Polizeisprecherin.

Was sagt die Stadt?

Zuständig für die Kontrolle der Schafweiden in Jena ist der Zweckverband Veterinär- und Lebensmittel­überwachungsamt Jena-Saale-Holzland (ZVL). Auch der ZVL ist mit diesem Fall vertraut und steht mit dem Schäfer in Kontakt, berichtet Stadtsprecherin Roswitha Putz auch Nachfrage.

In der Vergangenheit habe es auf der betroffenen Schafweide tatsächlich einige tote Tiere gegeben. Zurzeit werde überprüft, wie es dazu kommen konnte, so die Stadtsprecherin, die aber noch keine Details nennen konnte. Dass ein Lamm oder ein Schaf auf der Weide verstirbt, sei aber tatsächlich nichts allzu ungewöhnliches. „Das kommt schon mal vor“, so Putz.

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Zu den Beobachtungen der Anwohner, die Schafe würden nicht genug Wasser bekommen, erklärt die Stadt: Schafe sind in der Lage sehr viel Wasser auf einmal aufzunehmen. Die gesetzlichen Vorgaben sehen deshalb nicht vor, dass Schafen ununterbrochen Wasser zur Verfügung stehen muss. Dadurch könne für Passanten jedoch der Eindruck entstehen, dass die Tiere nicht versorgt worden sind, obwohl sie erst kürzlich Wasser bekommen haben, aber dieses schon ausgetrunken haben.

Sehr wichtig sei aber: Wenn man den Eindruck hat, den Tiere gehe es nicht gut, dann solle man die Polizei oder direkt dem ZVL Bescheid sagen. „Selbst aktiv zu werden und Wasser auf die Weide zu bringen, das kann auch nach hinten losgehen“, warnt Roswitha Putz. Dadurch könne die ganze Schafherde in Unruhe versetzt werden und die Tiere versuchten dann, auszubrechen. (fno)