"Aktenzeichen XY... ungelöst": Entscheidender Hinweis zum Kinderschänder von Saalburg?

Diese beiden Phantombilder der Polizei entstanden nach dem Übergriff des mutmaßlichen Kinderschänders auf vier kleine Mädchen in einem Ferienlager in Saalburg.
Diese beiden Phantombilder der Polizei entstanden nach dem Übergriff des mutmaßlichen Kinderschänders auf vier kleine Mädchen in einem Ferienlager in Saalburg.
Foto: Polizei
  • "Aktenzeichen XY... ungelöst" beschäftigt sich am Mittwoch mit ungeklärtem Kriminalfall aus Thüringen
  • Kinderschänder von Saalburg soll im Sommer 2016 vier kleine Mädchen sexuell missbraucht haben
  • Thüringen24 spricht mit Aktenzeichen-Moderator Rudi Cerne vorab über Neuigkeiten zum Fall
  • Update 19. Juni 2017: Thüringen24 sprach mit Polizeioberkommissarin Heidi Sonnenschmidt über den aktuellen Stand der Ermittlungen. Man gehe mittlerweile einem halben Dutzend Hinweisen nach dem möglichen Täter nach.
  • Update 14. Juni 2017, 21:45 Uhr: Während der Aktenzeichen-Sendung wurde möglicherweise ein wichtiger Hinweis gegeben. Den Ermittlern im Studio soll durch einen Anrufer der Name eines Mannes genannt worden sein, der Anfang der 2000er-Jahre wegen eines ähnlichen Deliktes aufgefallen war. Thüringen24 berichtet weiter über den Fall.

Ein ungelöster Kriminalfall aus Thüringen beschäftigt am Mittwoch das Fernsehteam von "Aktenzeichen XY... ungelöst". Bestandteil der Ausstrahlung am 14. Juni um 20.15 Uhr im ZDF ist ein Missbrauchsfall, der sich im Juli des vergangenen Jahres in der Nähe von Saalfeld ereignet haben soll. Ein Unbekannter soll sich in einem Ferienlager bei Saalburg an vier Mädchen im Alter von acht bis neun Jahren sexuell vergangen haben.

Warum nimmt sich die Redaktion des Falles an?

Vorab sprach Thüringen24 über den Fall mit Rudi Cerne, dem Moderator der Sendung, die sich mit unaufgeklärten Verbrechen beschäftigt. Viele neue Informationen zur Tat lägen der Polizei auch knapp ein Jahr nach der Tat nicht vor. Doch genau das sei der Grund, das Geschehen in einem fiktiven Kurzfilm noch einmal aufzurollen, um so die "Emotionen und die Sinne der Zuschauer zu wecken", was zu neuen Zeugenaussagen führen könne: "Eine solche Straftat darf nach meinem Dafürhalten nie vergessen werden", so Aktenzeichen-Moderator Rudi Cerne.

Welche Informationen zum Täter gelten als gesichert?

In der ZDF-Darstellung des Täters konzentriere man sich auf die Gemeinsamkeiten der Zeugenaussagen aller vier Mädchen, die jeweils eigene Beschreibungen zum Aussehen des Unbekannten gemacht hätten. Auffällig und übereinstimmend seien das karierte Hemd, die Stoffhose im Jeans-Stil und die Flip Flops des etwa 40-jährigen Mannes gewesen, der gegen 19 Uhr am 10. Juli den Mädchen in die Dusche des Ferienlagers gefolgt war. Die vier Phantombilder zeigen den mutmaßlichen Kinderschänder übereinstimmend mit einer markanten Gesichtsform und lockigem Haar. Zwei der entstandenen Phantombilder sollen auch in der Sendung noch einmal gezeigt werden.

Weiß die Polizei schon etwas Neues?

Zu den bisherigen Veröffentlichungen nennen die Aktenzeichen-Produzenten in Zusammenarbeit mit dem Landeskriminalamt Thüringen auch neue Details. So trug der etwa 40-Jährige eine Rolle Küchenpapier bei sich, so Moderator Cerne. Es sei nur ein kleines Detail, könne aber bei der Aufklärung des Falles hilfreich sein.

Wie können Zuschauer helfen?

Bereits in der Sendung können sich Aktenzeichen-Zuschauer bei der Redaktion melden. Unter der Studio-Telefonnummer (089) 95 01 95 können mit dem Beginn der Sendung 20.15 Uhr etwa die ersten Hinweise mitgeteilt werden. Am anderen Ende der Leitung sitzen ein knappes Dutzend Kriminalbeamte des Landeskriminalamtes Bayern, die jeden Anruf schriftlich protokollieren.

  • Zuschauer wenden sich während der Sendung an das Aufnahmestudio in München, am Sendeabend zwischen 20.15 bis 23 Uhr, unter der Telefonnummer: (089) 95 01 95
  • oder an die für den Fall zuständige Dienststelle oder jede andere Polizeidienststelle, etwa die Kriminalpolizei Saalfeld: (03672) 417 14 64
  • oder aber die Aktenzeichen-Redaktion per E-Mail: xy@zdf.de

Wie werden die Informationen ausgewertet?

Bereits während der Sendung informieren die Aktenzeichen-Macher über erste Zwischenstände und teilen dem Publikum mit, ob es im Fall eine erste heiße Spur gibt. Gegen 21.45 Uhr gibt es in der Sendung eine Zusammenfassung der bisherigen Zeugenaussagen für die Zuschauer. "Nach manchen Tipps fahren noch am selben Abend nach der Sendung die ersten Kripo-Mitarbeiter los und starten erste Ermittlungen", weiß Rudi Cerne zu berichten. Sollte der entscheidende Anruf oder die entscheidende E-Mail bei den Ermittlern eintreffen, würden in den folgenden Tagen weitere Informationen durch die zuständige Stelle veröffentlicht werden.

  • Weitere Informationen zum Fall auf Thüringen24 gibt es hier.
  • Die Wiederholung von Aktenzeichen XY...ungelöst ist in der ZDF-Mediathek aktuell leider nicht mehr verfügbar.