Verkehrschaos in Thüringen: Auto mit Sommerreifen überschlägt sich auf A4 ++ Lkw kracht auf glatter Autobahn in Leitplanke

Thüringen: Ein Lkw geriet auf der A4 ins Rutschen, knallte gegen eine Leitplanke.
Thüringen: Ein Lkw geriet auf der A4 ins Rutschen, knallte gegen eine Leitplanke.
Foto: Stefan Eberhardt

Thüringen. Schnee und Glätte sorgen seit Dienstagmorgen für zahlreiche Unfälle auf den Straßen Thüringens. Auch die Autobahnen in Thüringen werden zu Unfall-Hotspots: Auf A4, A9, A38, A71 und A73 kommt es immer wieder zu Verkehrsbehinderungen – auch für Donnerstag rechnet die Polizei Thüringen mit möglichen Verkehrsstörungen.

Einen Überblick über die aktuelle Verkehrslage erhältst du hier! Auf Auf den Straßen von Thüringen war und ist einmal mehr Vorsicht geboten!

Verkehrschaos in Thüringen: Die aktuelle Lage im Newsblog

Donnerstag, 14. Januar:

9.54 Uhr: Auto mit Sommerreifen überschlägt sich auf A4

Zwischen Erfurt-West und Erfurt-Ost kam es in der Nacht zu Donnerstag zu einem Unfall auf der A4 in Fahrtrichtung Dresden.

Der Fahrer hatte „aufgrund unangepasster Geschwindigkeit bei widrigen Witterungsbedingungen“ die Kontrolle über seinen Mercedes-Kleintransporter verloren, teilte die Polizei Thüringen am Donnerstag mit. Der 21-jährige Fahrer kam von der Fahrbahn ab, fuhr in einen Straßengraben und überschlug sich mehrmals. Er hatte Glück und bleib unverletzt.

Der Kleintransporter erlitt Totalschaden, die Leitplanke der A4 wurde beschädigt – die Schadenshöhe liegt bei 25.000 Euro. Bei der Unfallaufnahme stellten die Beamten fest, dass auf dem Transporter noch Sommerreifen montiert waren.

8.14 Uhr: Winterdienstfahrzeuge im Dauereinsatz

Die Winterdienstfahrzeuge in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sind im Dauereinsatz. Laut Tino Möhring, Pressesprecher der Autobahn GmbH des Bundes, arbeiten die Mitarbeiter schon die gesamte Woche im Hochbetrieb und räumen den Neuschnee weg.

Alle verfügbaren Fahrzeuge sind aktuell im Einsatz, erklärte Möhring. Insgesamt stehen den 18 Meistereien in den drei Bundesländern 200 Fahrzeuge für Räum- und Streuarbeiten zur Verfügung.

6.47 Uhr: Weitere Verkehrsbehinderungen erwartet

In Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt müssen Autofahrer am Donnerstag wegen starkem Schneefall und Wind besonders vorsichtig sein – und sich auf mögliche Verkehrsbehinderungen einstellen.

Wie mehrere Polizeistellen am Donnerstagmorgen angaben, sei es am frühen Morgen bisher nur zu kleineren Behinderungen gekommen. Größere Sperrungen seien bisher nicht nötig gewesen.

Über den Donnerstag wird jedoch mit größeren wetterbedingten Verkehrsbehinderungen gerechnet.

6.36 Uhr: Lkw gerät auf Autobahn ins Rutschen und kracht in Leitplanke

Auch wenn der Winterdienst wegen Schneefall und Glätte am Mittwochabend auf der A4 im Einsatz war, kam es dort zu einem Unfall.

Er ereignete sich gegen 22 Uhr,als ein Lkw mit Anhänger auf der A4 zwischen der Abfahrt Bucha und eineinhalb Kilometer vor der Anschlussstelle Mellingen ins Schleudern geriet.

Der Fahrer schaffte es nicht, die Kontrolle über den Laster zu behalten und krachte schließlich in die linke Betonleitplanke – der Lkw kam mit erheblichem Schaden quer zur Fahrbahn an der zertrümmerten Leitplanke zum Stehen.

Weil der Lkw alle drei Fahrspuren in Richtung Frankfurt blockierte, musste die Autobahn für die Bergung über zwei Stunden voll gesperrt werden. Verkehr wurde an der Autobahnanschlussstelle Magdala abgeleitet.

Es wurde keine vernünftige Rettungsgasse auf der A4 gebildet, sodass die Bergungsfahrzeuge entgegen der Fahrtrichtung zu der Unfallstelle fahren mussten. Bei dem Unfall selbst blieb es bei Sachschäden, so wurde die Betongleitwand beschädigt und der Schaden am Lkw wird mit 10.000 Euro beziffert.

Mittwoch, 13. Januar

9.00 Uhr: Betrunkener baut Glätte-Unfall und verschwindet

In Vogelsberg im Landkreis Sömmerda hat ein betrunkener Mann am Dienstagabend einen Unfall gebaut und ist dann verschwunden.

Wie die Polizei Erfurt am Mittwoch mitteilte, kam der Mann mit seinem Wagen wegen Glätte von der Fahrbahn ab. Er habe sich mehrfach überschlagen, schließlich sei das Auto auf dem Dach in einem Straßengraben liegen geblieben.

Ein Zeuge beobachtete die Szene und alarmierte die Einsatzkräfte. Um den verschwundenen Fahrer zu suchen, waren mehrere Wagen der Polizei sowie ein Hubschrauber und Polizeihunde im Einsatz.

Auch am Mittwochmorgen gab es noch keine Spur von dem Mann, der laut Zeugenaussagen unverletzt gewesen war. Der entstandene Sachschaden des Unfalls wird auf 30.000 Euro geschätzt.

Dienstag, 12. Januar

21.08 Uhr: Mercedes kracht in Bahnhäuschen

Zu einem Verkehrsunfall kam gegen 18:00 Uhr auf der B4 zwischen Sondershausen und Oberspier. Eine Mercedes-Fahrerin (62) befuhr die B4 in Richtung Greußen. Vor ihr fuhr nach ersten Angaben ein Lkw welcher die Hauptstraße folgend den Bahnübergang am Graß überquerte. Laut Polizei gab die Autofahrerin an ortsunkundig zu sein und war durch den abbiegenden Lkw irritiert.

Statt der Hauptstraße ebenfalls zu folgen kam sie von der Straße ab, durchfuhr einen Graben und prallte anschließend an ein Bahnanschlusshaus der

Deutschen Bahn. Durch die Wucht des Aufpralls wurde das Gebäude um 40 cm verrückt. Die Autofahrerin wurde bei dem Unfall leicht verletzt, vorsorglich aber zur weiteren Abklärung in das KMG Klinikum nach Sondershausen gebracht. Am Fahrzeug entstand ein Totalschaden.

17.33 Uhr: Polizei nennt häufigsten Grund für Unfälle

„Der anhaltende Schneefall stellte viele Berufspendler und Brummifahrer heute Morgen in weiten Teilen Thüringens auf eine Geduldsprobe“, resümiert die Polizei Thüringen bei Facebook. „Eine unangepasste Geschwindigkeit war oftmals die Ursache. Glücklicherweise entstand in den meisten Fällen nur Blechschaden.“

Der Schneefall halte zum Zeitpunkt weiterhin an. Alle verfügbaren Räumungsfahrzeuge seien im Einsatz.

15.27 Uhr: Lkw stellt sich auf A73 quer

Auf der A73 verunfallte ein Lastwagen, der in Fahrtrichtung Nürnberg unterwegs war. Darauf war die Autobahn dicht. Auf der Höhe der Anschlussstelle Eisfeld-Nord (Landkreis Hildburghausen) verlor der Lastwagenfahrer die Kontrolle über sein Gespann.

Darauf stelle sich der Lastwagen auf der Autobahn quer, sodass er die komplette Fahrbahn blockierte. In der Folge bildete sich ein fünf Kilometer langer Rückstau. Der Lkw-Fahrer wurde bei dem Unfall verletzt.

Rund zweieinhalb Stunden war dort die Fahrbahn blockiert, bis der Lkw mit Hilfe der Feuerwehr wieder in Fahrtrichtung auf die Straße zurück gezogen werden konnte.

10.14 Uhr: Eisplatten fallen von Lkw – fünf Unfälle

Am Montag hatten die Autobahnpolizisten auf den Autobahnen A4, A9 und der A71 insgesamt fünf Verkehrsunfälle aufgenommen, bei den jeweils herabfallende Eisplatten von Lkw die Ursache waren. Zum Glück wurde niemand verletzt.

Es entstand aber an den vom Eis getroffen Autos, einem Kleintransporter und einem anderen Lkw Sachschaden. „Nicht nur Lkw-Fahrer müssen darauf achten, dass ihre Fahrzeuge vor Fahrtantritt von Eis und Schnee befreit sind. Dies gilt für alle Verkehrsteilnehmer“, mahnt die Polizei Thüringen.

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09.35 Uhr: Lkw und VW-Transporter krachen auf B4 zusammen

Leider kam es gegen 8.30 Uhr auf der B90 bei Bad Lobenstein im Saale-Orla-Kreis zu einem schwereren Unfall. Ein VW-Transporter und ein Lkw krachten auf schneebedeckter Fahrbahn zusammen.

Der Unfall war so heftig, dass der Lastwagen darauf die Leitplanke durchbrach und in eine Böschung rutschte. Während der Lkw-Fahrer mit leichten Verletzungen davon kam, erlitt der Fahrer des VW schwere Verletzungen. Allerdings wurde der Unfall hier nicht direkt durch den Schnee verursacht, sondern laut Polizei, weil einer der beiden Fahrer die Vorfahrt des anderen missachtet hatte.

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08.10 Uhr: Unfälle auf A4, A9 und A73

Im Bereich der A4 zwischen Sättelstädt und Waltershausen kam es demnach bereits zu einigen Unfällen mit Sachschäden. Ebenso auf der A73 zwischen Eisfeld und Suhl. Hier waren Autos zu schnell unterwegs – und daher mit Leitplanken kollidiert.

Auf der A9 bei Eisenberg in Richtung München hatte ein Lkw am Morgen die Kontrolle verloren und war ebenfalls „mit unangepasster Geschwindigkeit“ in die Leitplanke gerutscht.

07:55 Uhr: Polizei mahnt am Morgen zur Vorsicht

Die Polizei Thüringen wies am Morgen noch einmal darauf hin, wie wichtig langsames und umsichtes Fahren auf den verschneiten und glatten Straßen ist.

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Zumal auch die Autobahnen im Freistaat am Morgen noch mit Schnee bedeckt waren. So im südlichen Bereich auf der A73 und A71 und im westlichen Raum auf der A4 im Bereich Waltershausen, Gotha und Erfurt. Und auch im Bereich des Hermsdorfer Kreuzes hielt der Schneefall zunächst an.

„Die Autobahnpolizei steht in enger Verbindung zu den Autobahnmeistereien, die aktuell mit allen Winterdienstfahrzeugen zur Beräumung der Autobahnen unterwegs sind. Die Autobahnpolizei weist eindringlich darauf hin, dass die Verkehrsteilnehmer ihre Geschwindigkeit an die Witterung und die Straßenverhältnisse anpassen, um Unfälle zu vermeiden“, hieß es um kurz nach 7 Uhr. (ck/mb)