Corona in Thüringen: Fehler beim Transport von Moderna-Impfstoff? Werner besorgt: „Ich hoffe das nicht“

Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner ist besorgt, dass es beim Transport des Moderna-Impfstoffs Fehler gegeben haben könnte.
Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner ist besorgt, dass es beim Transport des Moderna-Impfstoffs Fehler gegeben haben könnte.
Foto: imago images/Martin Wagner/imago images/Jacob Schröter

Hat es Fehler beim Transport des Moderna-Impfstoffes gegeben?

Heike Werner, Gesundheitsministerin von Thüringen, ist besorgt. Thüringen will nun prüfen, ob etwas schiefgelaufen ist.

Thüringen: Fehler beim Impfstoff-Transport?

Thüringen prüft nach Angaben von Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) derzeit, ob es beim Transport des Corona-Impfstoffs des US-Herstellers Moderna zu Unterbrechungen der Kühlung gekommen ist. „Ich hoffe das nicht“, sagte Werner am Dienstag in Weimar. Thüringen hatte am Dienstag die ersten 1200 Impfdosen des Moderna-Impfstoffs erhalten. Er ist nach dem Präparat des Mainzer Herstellers Biontech der zweite in Deutschland verfügbare Corona-Impfstoff.

>>> Die aktuelle Corona-Lage in Thüringen.

Das Bundesland Berlin hatte zuvor angekündigt, seine Moderna-Impfdosen wegen Verdachts auf Qualitätsmängel zunächst zurückhalten. Grund sind Zweifel, ob der Transport und die Kühlung des Impfstoffs vor der Übernahme durch das Land Berlin sachgemäß erfolgt sind. Auch Brandenburg meldete Probleme. Dort wird ebenfalls geprüft, ob es bei der Verteilung zu Kühlproblemen gekommen ist.

Moderna-Impstoff in Thüringen ab 3. Februar

In Thüringen soll der Moderna-Impfstoff nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung erst in jenen 15 Impfzentren zum Einsatz kommen, die in einer zweiten Etappe ab 3. Februar in Betrieb gehen. In den am Mittwoch eröffneten Impf-Anlaufstellen wird laut KV vorerst nur die Lieferung des Herstellers Biontech verwendet.

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Als Grund für den späteren Moderna-Einsatz nannte KV-Impfkoordinator Jörg Mertz den unterschiedlichen Impfrhythmus: Bei beiden Impfstoffen seien zwei Einzelimpfungen nötig. Die Pause dazwischen betrage bei Moderna vier Wochen und bei Biontech drei Wochen. Impfzentren müssten also die Zweitimpfungen bei den Präparaten unterschiedlich organisieren. Wer sich in Thüringen für die Impfung anmeldet, erhält stets Erst- und Folgetermin zusammen. (dpa)