Nordhausen: Mieter wirft Brandsatz nach Gerichtsvollzieher – SEK überwältigt ihn!

Ein Mann war in Nordhausen einen Brandsatz nach einem Gerichtsvollzieher, darauf rückte ein SEK an.
Ein Mann war in Nordhausen einen Brandsatz nach einem Gerichtsvollzieher, darauf rückte ein SEK an.
Foto: Silvio Dietzel

Nordhausen.  In Nordhausen in Thüringen ist am Mittwoch die geplante Zwangsräumung einer Wohnung eskaliert.

Der betreffende Mieter habe eine Flasche mit vermutlich brennbarer Flüssigkeit nach dem Gerichtsvollzieher und den Beamten im Treppenhaus geworfen, berichtete die Polizei. Der mutmaßliche Brandsatz habe aber nicht gezündet.

Nordhausen: Polizei räumt Wohnblock – SEK rückt an

Da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass der Mann noch weitere Sprengsätze oder Waffen in seiner Wohnung im fünften Stock hatte, wurde der Aufgang des Wohnblocks geräumt.

Nach etwa dreieinhalb Stunden konnte der 34-Jährige laut Polizei in seiner Wohnung überwältigt und festgenommen werden.

Nachbarin in Wohnung verbarrikadiert

Er hatte die Einsatzkräfte in die Wohnung gelassen. Waffen wurden nicht gefunden. Der Mann hatte außerdem seine Nachbarin in deren Wohnung verbarrikadiert, indem er ihre Wohnungstür zugestellt hatte. Der 34-Jährige gelte als gewaltbereit und psychisch labil und sei der Polizei bereits bekannt, hieß es.

Die Nachbarin konnte per Drehleiter über den Balkon befreit werden. Die 44-Jährige stand laut Polizei unter Schock und kam ins Krankenhaus.

Der Mann, der seit 2019 in dem Haus wohnt, hat laut Polizei die Nachbarschaft bereits seit Monaten immer wieder terrorisiert.

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Haus muss für Zugriff komplett geräumt werden

Während des Einsatzes mussten 14 Mieter ihre Wohnungen verlassen. Das Gebiet war weiträumig abgesperrt worden. Vom Landeskriminalamt waren Spezialkräfte und die Verhandlungsgruppe im Einsatz.

Gegen den Mann werde wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung und Bedrohung ermittelt. Neben der Feuerwehr und Rettungskräften seien mehr als 70 Einsatzkräfte der Polizei vor Ort gewesen. (dpa)