Gera: Wiese wird nicht mehr gemäht – dieses Schild erklärt die Mission dahinter

Auf dem Biermannplatz in Gera passiert erstmals nichts mehr – und das ist gewollt.
Auf dem Biermannplatz in Gera passiert erstmals nichts mehr – und das ist gewollt.
Foto: Stadt Gera

Gera. Manch einer in Gera wird sich beim Blick auf den Biermannplatz denken: „Hat die Stadt kein Geld mehr zum Rasenmähen? Sieht ganz schön wild hier aus!“

Doch das lange Grün ist gewollt – und erfüllt zusätzlich noch einen sinnvollen Zweck.

Gera: Hier wächst eine wilde Wiese

Denn hohe Gräser bieten „ein Paradies für zahlreiche Insekten wie etwa Schmetterlinge und Wildbienen. Hier finden sie Nahrung und Lebensraum inmitten der Stadt“, erklärt Geras Umweltamtsleiter Konrad Nickschick.

Der Tisch ist gut gedeckt: Gräser, Margeriten, Kornblumen und Wiesensalbei mögen nicht nur die Insekten, sondern sind auch für Fußgänger schön anzusehen.

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Nicht die erste „wilde“ Wiese in Gera

Ein Schild klärt Bürger auf, warum der Biermannplatz wild bleibt. Es sollen weitere Wiesen zum Artenschutz in Gera folgen, andere werden schon länger ökologisch bewirtschaftet. Ganz verwildert die Grünfläche aber nicht: Zweimal im Jahr wird sie gemäht und vom Grünschnitt befreit.

Die Stadt informiert: „Bereits zur Bundesgartenschau 2007 wurde die Fläche von rund 3.000 Quadratmetern als Blühwiese angelegt, war jedoch durch intensive Pflege in der vergangenen Zeit kaum noch als solche wahrnehmbar.“ (mb)