Thüringen: Besorgniserregender Trend! In diesem Ranking schneidet das Land sehr schlecht ab

Thüringen: So schön ist das Bundesland

Thüringen: So schön ist das Bundesland

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Mit diesen Zahlen kann sich Thüringen derzeit definitiv nicht krönen. Nach Angaben der deutschen Wirtschaftsauskunftei Crifbürgel verzeichnet das Land in diesem Jahr eine besorgniserregende Pleitewelle.

Unter allen Bundesländern in Deutschland belegt Thüringen beim Zuwachs von Privatinsolvenzen sogar den vierten Platz.

Dabei soll die von der Corona-Pandemie verursachte Insolvenzwelle erst noch kommen.

Thüringen: Starker Anstieg bei Privatinsolvenzen in Deutschland

Eine Studie der deutschen Wirtschaftsauskunftei Crifbürgel zeigt eine schockierende Entwicklung in Thüringen. So soll die Zahl der Privatpleiten im Bundesland zu Beginn des Jahres sprunghaft angestiegen sein.

Derzeit beläuft sich die Zahl der Privatinsolvenzen im ersten Quartal auf 633. Das sind rund 75,3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Zwar stiegen die Privatinsolvenzen in diesem Zeitraum auch bundesweit um 56,5 Prozent an, Crifbürgel zufolge verzeichnet Thüringen jedoch einen der stärksten Zuwächse von allen Bundesländern. Lediglich die Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern (plus 86,7 Prozent), Nordrhein-Westfalen (plus 81,1 Prozent) und Hamburg (plus 77,5 Prozent) schneiden noch schlechter ab als Thüringen.

Diese Insolvenzwelle soll bislang jedoch noch keine Folge der Corona-Pandemie sein.

Thüringen: Gesetzesänderung verursacht Pleitewelle – Corona-Konsequenzen sollen folgen

Grund für den sprunghaften Anstieg der bundesweiten Privatinsolvenzen soll laut Crifbürgel-Geschäftsführer Frank Schlein hauptsächlich eine Gesetzesreform sein, die viele Betroffene abgewartet hätten.

Die Reform beinhaltet, dass es für Verbraucher inzwischen einfacher ist, nach drei anstatt bisher sechs Jahren von Restschulden befreit zu werden. Die Verkürzung soll rückwirkend auch für Insolvenzverfahren gelten, die ab dem 1. Oktober 2020 beantragt wurden. Da diese Reform für die Betroffenen einen großen Vorteil darstellt, sollen viele Antragssteller auf diesen Beschluss des Bundestages gewartet haben.

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Eine von der Corona-Pandemie verursachte Insolvenzwelle soll nach Einschätzung von Crifbürgel erst ab dem zweiten Halbjahr 2021 einsetzen und bis ins Folgejahr 2022 reichen. Neben Geringverdienern seien auch Personen im mittleren Einkommensbereich wirtschaftlich stark betroffen.

In der Betrachtung der Fallzahlen je 100.000 Einwohner wurden in Thüringen allerdings nur 30 Privatinsolvenzen gezählt. Noch geringer fiel der Anteil im ersten Quartal des laufenden Jahres demnach nur in Bayern mit 26 Fällen je 100.000 Einwohnern und Hessen mit 29 Fällen aus. (dpa/mkx)