„Thüringen bleibt eine Hochburg der rechtsextremen Szene“ – niederschmetternder Bericht veröffentlicht

In Thüringen gibt es viele rechtsextrem gesinnte Menschen. (Symbolbild)
In Thüringen gibt es viele rechtsextrem gesinnte Menschen. (Symbolbild)
Foto: IMAGO / Michael Trammer

Erfurt. Wie rechtsextrem ist Thüringen? Damit haben sich mehrere Organisationen beschäftigt und in einer Publikation mit dem Titel „Thüringer Zustände“ zusammengefasst.

Die Ergebnisse sollen eine faktenbasierte Darstellung und kritische Einordnung der Situation des Rechtsextremismus, des Antisemitismus und Rassismus, der Abwertung, Diskriminierung und Hassgewalt in Thüringen in 2020 liefern.

Thüringen: Gefahr, angegriffen zu werden, ist hoch

„Thüringen bleibt eine Hochburg der rechtsextremen Szene, die seit Jahrzehnten etabliert ist. Vor allem die stattfindenden, zunehmend radikalen Protestaktionen sorgten 2020 dafür, dass die Zahl extrem rechter Aktionen im Freistaat trotz der Corona-Einschränkungen auf dem hohen Niveau der Vorjahre blieb“, sagt Romy Arnold von Moabit (Mobile Beratung in Thüringen).

In der 92-seitigen Arbeit geht es unter anderem um folgende Themen: Antisemitismus in Thüringen, Daten zu Hasskriminalität und Hate Speech sowie Institutioneller Rassismus, rechtsmotivierte und rassistische Polizeigewalt. Auch ist ein Teil der AfD gewidmet.

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Herausgegeben wird die Publikation von ezra (Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Thüringen, Moabit, Komrex (Zentrum für Rechtsextremismus-Forschung, Demokratiebildung und gesellschaftliche Integration der Friedrich-Schiller-Universität Jena) und vom IDZ (Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft).

Thüringen: Nicht überraschend, dass AfD erfolgreich sei

Franz Zobel (ezra) berichtet: „Die Gefahr, insbesondere aus rassistischen Gründen gewalttätig angegriffen zu werden, bleibt im Freistaat extrem hoch. Hinzu kommen alltägliche Erfahrungen mit rassistischer Hetze, Beleidigungen, Bedrohungen und strukturellem Rassismus.“

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Der Rechtsextremismus sei laut Danny Michelsen (Komrex) in Thüringen stark verbreitet. Für ihn sei es nicht überraschend, „dass migrationsfeindliche, antiliberale und autoritäre Politikangebote – vor allem von der AfD – in den letzten Jahren relativ erfolgreich waren.“

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Den ausführlichen Bericht über den Rechtsextremismus in Thüringen kannst du HIER nachlesen! (ldi)