Thüringen: Riesen-Waldfläche gekauft – in 15 Jahren soll sie ganz anders aussehen

Thüringen: So schön ist das Bundesland

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Saale-Orla-Kreis. Eine 320 Hektar große Waldfläche ist im Saale-Orla-Kreis in Thüringen unter den Hammer gekommen.

Der neue Eigentümer hat mit dem riesigen Gebiet an der Grenze zwischen Thüringen und Bayern etwas ganz Besonderes vor.

Thüringen: Riesige Waldfläche gekauft – das passiert jetzt mit dem Areal

Gekauft hat sie die Stiftung Naturschutz Thüringen, die den Wald in Zukunft ganz Wald sein lassen will. Denn dort im Saale-Orla-Kreis soll ein großflächiges Wildnisgebiet entstehen. Das Gebiet bietet dafür eine ideale Basis: Durch seine Lage an der ehemaligen Deutsch-deutschen Grenze ist die Waldlandschaft noch relativ unberührt.

Fichte, Buche und einzelne Weißtannen fühlen sich dort schon jetzt pudelwohl. Sie bieten unter anderem einen Lebensraum für Rauhfuß- und Sperlingskauz, Schwarzstorch und Wildkatze.

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Die Stiftung erwartet, dass sich die Bedingungen mit dem Kauf bessern, wenn sich die Natur dort ungestört entwickeln kann. Davon sollen am Ende nicht nur Tiere und Pflanzen profitieren, sondern auch das Klima und der Mensch. Neben tollen Naturerlebnissen soll dort auch Umweltbildung erlebbar werden.

Thüringen wird Vorreiter: Das bedeutet die Wildnis für Deutschland

Bis es endgültig so weit ist, wird allerdings noch einiges an Zeit vergehen. Mindestens 15 Jahre planen Experten für den erforderlichen Waldumbau ein. Mit dem Projekt ist Thüringen zum Vorreiter geworden. Ziel der Bundesregierung ist es, auf zwei Prozent der Fläche Deutschlands Wildnis entstehen zu lassen.

Und das Waldwildnisprojekt im Thüringer Schiefergebirge ist das erste Projekt, das über den dafür eingerichteten Wildnisfonds des Bundesumweltministeriums gefördert wird, erklärt Jochen Flachsbarth, Staatssekretär im Bundesumweltministerium.

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Auch in Thüringen freut man sich auf die neu entstehende Wildnis. „In Wäldern wie diesen werden die Bäume richtig alt und unser Wald kann wild wachsen“, sagt Olaf Möller, Staatssekretär im Thüringer Umweltministerium. „Hier verbindet sich Naturschutz mit sanftem Tourismus.“

Das Bundesumweltministerium hat das Vorhaben mit 3,1 Millionen Euro, das Thüringer Umweltministerium mit einer Million Euro gefördert. (vh mit dpa)