Sondershausen: Zoll durchsucht Wohnung eines 47-Jährigen – was sie dort finden, macht sprachlos

Zollbeamte haben in einer Wohnung in Sondershausen dutzende Waffen entdeckt. (Symbolbild)
Zollbeamte haben in einer Wohnung in Sondershausen dutzende Waffen entdeckt. (Symbolbild)
Foto: dpa

Sondershausen. In Sondershausen ist dem Zollfahndungsamt ein dicker Fisch ins Netz gegangen.

In der Wohnung eines Mannes (47) in Sondershausen haben die Beamten insgesamt elf Schusswaffen, ein verbotenes wurfsternartiges Messer sowie einen als Taschenlampe getarnten verbotenen Elektroschocker und zwei Stück Kleinkalibermunition sichergestellt.

Zöllner finden in Wohnung in Sondershausen Dutzende Waffen und Elektroschocker

Hintergrund der Durchsuchung vom 20. Juli war die Sicherstellung eines Schlagringmessers in einem Postzentrum durch Zöllner zuvor. Der Thüringer hatte die verbotene Waffe über eine Verkaufsplattform aus Asien bestellt. Daraufhin wurde gegen ihn ein Verfahren wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet.

Als die Ermittler die Wohnung des Tatverdächtigen betraten, staunten sie nicht schlecht, denn der Mann sammelte ebenfalls Schusswaffen, die er an der Wand hängend und in der Wohnung stehend zur Schau stellte.

Bei den vorgefundenen 20-30 Schusswaffen handelte es sich um Luftdruckwaffen. Sieben dieser Gewehre und Kurzwaffen fehlte jedoch das notwendige amtliche Beschusszeichen, sodass der Beschuldigte eine waffenrechtliche Erlaubnis hierfür hätte besitzen müssen. Diese konnte er nicht vorweisen.

Mann hatte Waffen, die eine Erlaubnis benötigen, in seiner Wohnung hängen

Zudem waren weitere vier Luftdruckwaffen mit Laserzielvorrichtungen versehen und somit ebenfalls verboten. Der Mann aus Sondershausen war vorher nicht einschlägig polizeilich in Erscheinung getreten.

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„Die korrekte Einordnung und Bewertung aufgefundener Schusswaffen ist im Einsatzgeschehen nicht einfach. Viele Softairwaffen, aber auch sogenannte Anscheinswaffen, sehen echten Schusswaffen zum Teil täuschend ähnlich“, erklärt. Carina Orth, Pressesprecherin des Zollfahndungsamtes Frankfurt am Main.

Weiter: „Für die erste Einschätzung vor Ort haben wir daher auf die Waffenkunde spezialisierte Kollegen, die mittels ihrer Erfahrungen erlaubnispflichtige Waffen und verbotene Gegenstände mit geschultem Blick erkennen.“

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Die Ermittlungen gegen den Mann aus Sondershausen durch Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main dauern an. (fb)