Ikea, H&M und Kaufland in Thüringen: Nichts geht mehr! „Streikbereitschaft ist ungebrochen“

Ikea: Die Erfolgsgeschichte des Möbelhauses

Ikea: Die Erfolgsgeschichte des Möbelhauses

Die schwedische Möbelhauskette Ikea erfreut sich in Deutschland bei Kunden großer Beliebtheit. Immer mehr Möbelhäuser entstehen und die Umsätze wachsen. Ikea erzielte im abgeschlossene Geschäftsjahr 2020 in Deutschland einen Einzelhandelsumsatz von 5,325 Milliarden Euro.

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Erfurt. Aufgepasst! Du willst bei Ikea, H&M und Kaufland in Thüringen einkaufen? Das könnte schwierig werden. Denn die Mitarbeiter sind zum Streik aufgerufen worden.

„Die Streikbereitschaft ist ungebrochen. „Wir werden die Streiks ausdehnen und fortsetzen“, so Verdi-Verhandlungsführer Jörg Lauenroth-Mago. Beschäftigte bei Ikea, H&M und Kaufland in Thüringen sollten ab Donnerstag die Arbeit niederlegen.

Ikea, H&M und Kaufland in Thüringen: DAS fordern die Streikenden

Bis zum Samstag dauert der Streik an. Insgesamt elf Kaufland-Filialen sind laut VErdi davon betroffen. „Die Umsätze im Handel laufen gut, die Beschäftigten im Handel haben in den letzten 1,5 Jahren unter schwierigsten Bedingungen einen super Job gemacht, da lassen wir uns jetzt nicht mit Almosen abspeisen.“

Bis zum 13. September will Verdi in Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt streiken. Eine fünfte Verhandlungsrunde in NRW am Mittwoch beendete die Maßnahme nicht.

„Wir erwarten Angebote für eine Lohnsteigerung, die die Leistung der Beschäftigten wiederspiegelt, Wertschätzung und Anerkennung ausdrückt“, so Verdi.

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Das ist Ikea:

  • 1943 in Schweden gegründet
  • Weltweit 433 Filialen
  • Verschiedene Franchise-Nehmer betreiben Ikea-Filialen in einzelnen Ländern
  • 211.000 Mitarbeiter weltweit

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Matthias Adorf, Handelssekretär in Thüringen, spricht Klartext: „Ohne den enormen Einsatz der Beschäftigten im Einzel- und Versandhandel hätten die Versorgung in den letzten Monaten nicht so problemlos geklappt. Deswegen erwarten wir endlich deutliche Bewegung bei den Tarifangeboten der Arbeitgeber.“

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Das ist die Forderung von Verdi: Erhöhung der Löhne und Gehälter um 4,5 Prozent plus 45 Euro monatlich sowie ein rentenfestes Mindestentgelt von 12,50 Euro pro Stunde. Auch soll der neue Tarifvertrag eine verkürzte Laufzeit von zehn Monaten haben.

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So will man mit anderen Bundesländern gleichziehen. Auch fordert Gewerkschaft drei zusätzliche freie Tage als „Gesundheitstage“ für die Mitarbeiter von Ikea, H&M und Kaufland in Thüringen. (ldi)