Gera: Historisches Kaufhaus liegt weiter brach – Verhandlungen gescheitert „Kaufpreis völlig überzogen“

Gera: Historisches Kaufhaus sollte verkauft werden - doch die Verhandlungen scheitern. (Archivbild)
Gera: Historisches Kaufhaus sollte verkauft werden - doch die Verhandlungen scheitern. (Archivbild)
Foto: IMAGO / NBL Bildarchiv

Gera. Verhandlungen in Gera gescheitert! Die Stadt hat den Kauf eines historischen Kaufhauses abgelehnt.

In einem Offenen Brief erklärt die Stadt Gera dem Verkäufer ihre Beweggründe für den Rückzug. Das berichtete die Ostthüringer Zeitung.

Gera: Offener Brief legt Beweggründe der Stadt für die Ablehnung des Kaufs dar

Die Verhandlungen zwischen der Stadt Gera und der FAB Unternehmensgruppe – genauer gesagt dem Geschäftsführer Falk Bräuner - sind geplatzt. Der Eigentümer des Tietz-Kaufhauses in der Sorge bot der Stadt an, die Immobilie anzukaufen – doch diese lehnte das Angebot ab.

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Das ist die Stadt Gera:

  • war Landeshauptstadt des Fürstentums Reuß jüngerer Linie (1848 bis 1918) sowie des Volksstaates Reuß (1918 bis 1920)
  • war zur Blütezeit der Stoff- und Tuchindustrie (ab Mitte des 19. Jahrhunderts) eine der reichsten Städte Deutschlands
  • gehört zur Metropolregion Mitteldeutschland, hat geringe Entfernungen zu Leipzig (60 Kilometer), Erfurt (80 Kilometer), Zwickau (40 Kilometer) und Chemnitz (70 Kilometer)
  • mit über 93.000 Einwohnern (Stand 2019) drittgrößte Stadt Thüringens
  • trägt seit 2017 offiziell den Titel als „Hochschulstadt“
  • Oberbürgermeister ist Julian Vonarb (parteilos)

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In einem öffentlichen Brief geht der Stadtrat auf die Umstände ein, die zu der Entscheidung geführt haben, den Kauf nicht zu forcieren: Die Gesamtkosten sowie eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung trugen maßgeblich zum Entschluss der Stadt bei, so die Ostthüringer Zeitung.

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So geht aus dem Brief hervor, dass der „geforderte Kaufpreis völlig überzogen“ sei – das Kaufhaus sei stark sanierungsbedürftig und der Preis somit nicht gerechtfertigt. Doch die Stadt macht dem Eigentümer ein Angebot, falls er das Tietz-Quartier selbst sanieren möchte: „Das, was als machbare Unterstützung durch die Stadt erfolgen kann, wird geleistet werden“.

>>> Weitere Informationen zu dem Thema findest Du bei der Ostthüringer Zeitung. (lb)