Nordhausen: Mann bedroht Polizei mit Waffe – dann fällt ein Schuss

In Nordhausen bedrohte ein Mann Polizeibeamte mit einer Waffe.
In Nordhausen bedrohte ein Mann Polizeibeamte mit einer Waffe.
Foto: Silvio Dietzel/dpa

Nordhausen. In Nordhausen kam es am Sonntagmorgen zu einem größeren Polizeieinsatz, bei dem sogar ein Schuss fiel.

Gegen 8 Uhr am Morgen wurden die Beamten der Polizei Nordhausen zu einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in der Bruno-Kunze-Straße gerufen. Der Bruder des Tatverdächtigen alarmiert die Beamten, weil der 43-jährige Mann drohte, ein Feuer in der Mietwohnung zu legen.

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Nordhausen: Mann bedroht Beamte mit säbelartigem Gegenstand

Als die Einsatzkräfte vor Ort ankamen, nahmen sie tatsächlich einen verbrannten Geruch wahr. An der Wohnung des Tatverdächtigen angekommen, öffnete dieser den Beamten zwar die Tür, griff die Polizisten aber unvermittelt mit einem säbelartigen Gegenstand an.

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Das ist das Bundesland Thüringen:

  • der Freistaat Thüringen hat rund 2,1 Millionen Einwohner auf 16.000 Quadratkilometer Fläche
  • Landeshauptstadt und zugleich größte Stadt ist Erfurt
  • weist eine hohe Dichte an wichtigen Kulturstätten auf, darunter das „Klassische Weimar“ (Unesco-Weltkulturerbe), das Bauhaus in Weimar und die Wartburg bei Eisenach
  • Ministerpräsident ist Bodo Ramelow (Linke), regierende Parteien sind Linke, SPD, Grüne

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Bei der darauffolgenden bedrohlichen Auseinandersetzung kam es dann sogar zu einem Schuss. Einer der Polizisten feuerte seine Dienstwaffe ab und verletzte den 43-Jährigen damit an seinem Bein. Dieser zog sich daraufhin verletzt in sein Zimmer zurück.

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Nordhausen: Beamte bringen Täter zum Aufgeben

Aufgrund der unübersichtlichen Situation und um eine Gefährdung von anderen Menschen auszuschließen, entschieden sich die Beamten, das Mehrfamilienhaus zu evakuieren. Alle Bewohner des Hauses wurden in einem anderen Gebäude in der Nähe untergebracht und weitere Spezialkräfte aus Erfurt angefordert.

Doch noch bevor diese vor Ort eintrafen, gelang es den Einsatzkräften vor Ort, den Mann zur Aufgabe zu überreden. Gegen 10.30 Uhr stellte er sich der Polizei und ließ sich widerstandslos festnehmen.

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Der 43-Jährige wurde mit seiner Schusswunde daraufhin sofort medizinisch versorgt und in ein Krankenhaus gebracht. Bei der Begehung der Wohnung wurden trotz kleinerer Zündelei des Mannes keine größeren Schäden festgestellt. Daraufhin konnten die Bewohner des Hauses wieder zurück in ihre Wohnungen.

Nordhausen: Polizei geht von Notwehr aus

Derzeit soll die Kriminalpolizei noch vor Ort sein und Spuren sichern. Der 43-Jährige ist hinreichend polizeibekannt und gilt als psychisch labil. Zu seiner Motivation ist allerdings noch nichts bekannt.

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Über die Staatsanwaltschaft soll nun geprüft werden, ob die Festnahme bestehen bleibt und möglicherweise Haftantrag gestellt wird. Der Polizist, der auf den Täter schoss, wird psychologisch betreut. Gegenwärtig geht die Polizei von einer Notwehrsituation aus. (cm)