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Opel-Werk Eisenach: 1500 Menschen gehen auf die Straße – sie kämpfen um ihre Jobs

Opel-Werk Eisenach: 1500 Menschen gehen auf die Straße – sie kämpfen um ihre Jobs

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Mitarbeiter des Opel-Werks in Eisenach demonstrieren. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Eisenach. 

1500 Menschen haben am Freitagmittag für den Erhalt des Opel-Werks Eisenach demonstriert.

Die Mitarbeiter fordern eine faire Transformation der Industrie ohne großflächigen Stellenabbau. Auch Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow war bei der Demonstration der Opel-Mitarbeiter vor Ort.

Opel-Werk Eisenach: Menschen fordern staatliche Hilfen und fairen Strukturwandel

Im Rahmen eines bundesweiten Aktionstag hatte die IG Metall zu Demonstrationen für einen fairen Strukturwandel der Autoindustrie aufgerufen. 1500 Menschen schlossen sich dem in Eisenach an und protestierten.

Die Mitarbeiter fürchten um den Erhalt des Opel-Werks in der Wartburgstadt und fordern staatliche Hilfen. Die Gründe sind beim Mutterkonzern Stellantis zu suchen. Dort wurde überraschend Kurzarbeit Null bis Jahresende angekündigt. Währenddessen läuft die Produktion in Frankreich munter weiter. Einige vermuten, dass hier auf kosten der deutschen Steuerzahler Spielchen getrieben werden.

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Das Opel-Werk in Eisenach:

  • Entstand aus einer Zusammenarbeit zwischen dem Automobilwerk Eisenach und der Adam Opel AG nach der Wende
  • Steht auf dem ehemaligen AWE-Betriebsteil im Westen der Wartburgstadt
  • Am siebten Februar 1991 wurde der Grundstein für das Werk gelegt
  • Opel investierte runde eine Milliarde D-Mark in den Standort
  • Fast zeitgleich mit dem Richtfest am neunten September 1991 lief auch der letzte Wartburg in Eisenach vom Band

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Ramelow richtet Worte an Vorstandschef

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow forderte Vorstandschef Carlos Tavares auf, sich an die Absprachen zu halten. Im Beisein der Politik habe er beim Übergang von General Motors zu PSA versprochen, dass Opel ein deutscher Automobilhersteller bleibe.

Ramelow verlangte, dass es keine Entlassungen gibt. Statt einer Veränderung der Belegschaft müssten die Produkte verändert werden.

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Um seine Forderung nochmal deutlich zu machen und eine ordentliche Lösung zu finden, drängen die Länderchefs aus Hessen, Rheinland-Pfalz und Thüringen auf ein Gespräch mit dem Stellantis-Konzern. (fs)