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Bodo Ramelow: Geschmacklose Tat macht ihn fassungslos – „feige“

Bodo Ramelow
Bodo Ramelow (Linke) lobt das Engagement der Bürger, die das Kreuz erneut aufgestellt haben. (Archiv) Foto: picture alliance / Flashpic | Jens Krick

Kulm. 

Entsetzen bei Thüringens Ministerpräsident und Bundesratspräsident Bodo Ramelow (Linke)!

Unbekannte haben ein Denkmal zwischen Saalburg und Kulm in Thüringen geschändet. Für die Tat hat Bodo Ramelow jetzt deutliche Worte gefunden.

Bodo Ramelow fassungslos – über DIESE Tat

Auf einer Anhöhe zwischen diesen Städten in Thüringen steht seit Jahren ein Kreuz aus Holz. Das christliche Symbol soll unter anderem an die Todesmärsche der Häftlinge aus dem Konzentrationslager Buchenwald erinnern. Am 12. April 1945 passierten sie auch Kulm.

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Doch es soll auch die Hoffnung repräsentieren, die im christlichen Glauben wichtig ist. „Das Kreuz steht für Leben, für erfülltes Leben“, sagte Susanna Fischer, der das Areal mit dem Kreuz gehört, der „Ostthüringer Zeitung“. Eine Botschaft, die so anscheinend nicht bei allen Menschen angekommen ist.

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Das ist Bodo Ramelow:

  • Bodo Ramelow wurde am 16. Februar 1956 in Osterholz-Scharmbek in Niedersachsen geboren
  • Als er acht Jahre alt war, starb sein Vater an einer Kriegsverletzung
  • Er ist zum dritten Mal verheiratet, seit 2006 mit Germana Alberti vom Hofe; hat zwei erwachsene Söhne aus erster Ehe
  • seit dem 4. März 2020 der Ministerpräsident des Freistaates Thüringen
  • Bodo Ramelow war bereits von Dezember 2014 bis 5. Februar 2020 Ministerpräsident
  • erster Linken-Ministerpräsident in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

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Anfang Oktober war bekannt geworden, dass Unbekannte dieses Kreuz abgesägt hatten. Ein Schock für die Bürger, aber auch für Bodo Ramelow. „Zwei Kreuze, die auch an Opfer der KZ Todesmärsche erinnerten, wurden in letzter Zeit geschändet“, schreibt er auf seiner Facebook-Seite.

Doch es bestehe Hoffnung. „Die Bürger lassen sich nicht entmutigen durch solchen feigen Vandalismus“, heißt es dort weiter.

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Bodo Ramelow findet deutliche Worte

Denn nur wenige Wochen nach der Tat machten sie Nägel mit Köpfen und stellten auf der Anhöhe zwischen Saalfeld und Kulm ein neues Kreuz auf. Eine wichtige Geste, meint der Bundesratspräsident: „Ein Kreuz abzusägen ist feige, es wieder zu errichten ist ein wichtiger Akt, um der Feigheit Paroli zu bieten.“

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Bei der feierlichen Eröffnung dabei sein konnte der Bundesratspräsident am vergangenen Wochenende leider nicht, ließ laut „OTZ“ allerdings Grüße ausrichten. (vh)