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Thüringen: Diese Zahlen sind beschämend – und kosten im schlimmsten Fall sogar Leben

Thüringen: Diese Zahlen sind beschämend – und kosten im schlimmsten Fall sogar Leben

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Traurige Zahlen aus Thüringen! (Symbolbild) Foto: IMAGO / GocherImagery

Es sind traurige Zahlen, die jetzt aus Thüringen kommen!

Denn die Zahl der Organtransplantationen in Thüringen sei stark gesunken. Auch bei den Zahlen der Organspenden von Thüringern gebe es Einbrüche.

Thüringen: Traurige Zahlen – Ärzte sind besorgt

So seien in den ersten vier Monaten dieses Jahres nur noch 30 Organe verpflanzt worden, informierte der Leiter des Verbandes der Ersatzkassen Thüringen, Arnim Findeklee. Im Vorjahreszeitraum seien in Thüringens Kliniken noch 45 Transplantationen durchgeführt worden.

Auch die Zahl der Organspenden von Thüringerinnen und Thüringern verzeichne für diesen Zeitraum einen Einbruch. So habe sich die Zahl der Spender in den ersten vier Monaten dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr als halbiert. Sie sank von zwölf auf fünf Personen. Findeklee verwies auf die Dringlichkeit weiterer Spenden. So seien Ende April 2022 noch 267 Patientinnen und Patienten aus Thüringen auf der aktiven Warteliste bei Eurotransplant registriert gewesen.

Dringender Appell aus Thüringen: Organspende sei „richtig, wichtig, lebenswichtig“

Thüringens Sozialministerin Heike Werner (linke) appellierte an alle Thüringerinnen und Thüringer, sich mit dem Thema Organspende auseinanderzusetzen. Das diesjährige Motto des Organspende-Tags am Samstag laute „Richtig. Wichtig. Lebenswichtig“. Es solle allen bewusst werden, dass eine Organspende im besten Fall die Chance auf ein neues Leben sei.

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Die Entnahme von lebensnotwendigen Organen wie Herz, Lunge, Bauchspeicheldrüse und Dünndarm darf nur geschehen, nachdem nach gesetzlich festgelegten Kriterien der Tod des Spenders festgestellt wurde. Zudem muss nach geltendem Recht eine Einverständniserklärung des Verstorbenen vorliegen, wenigstens aber die Erlaubnis der Hinterbliebenen. (epd)