Thüringen sagt dem Müll den Kampf an – IHNEN passt das grad gar nicht!

Thüringen: So schön ist das Bundesland

Thüringen: So schön ist das Bundesland

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Es ist schon lange kein Geheimnis mehr: Die Deutschen produzieren zu viel Müll. Knapp 350.000 Tonnen fallen jedes Jahr in der gesamten Bundesrepublik an. Thüringen hat dem Abfall-Problem jetzt den Kampf angesagt.

Doch nicht allen gefällt diese Kampfansage in Thüringen. Denn damit kommen viele Neuerungen – zu einem schlechten Zeitpunkt.

Thüringen sagt dem Müll SO den Kampf an

Im nächsten Jahr wird es zur Pflicht: Mehrweg. Gastronomen müssen per Gesetz ab dem 1. Januar 2023 neben Einweg- auch Mehrwegvarianten bei To-Go-Bestellungen anbieten.

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Das sind die größten Städte in Thüringen*:

  1. Erfurt (213.692)
  2. Jena (110.731)
  3. Gera (92.126)
  4. Weimar (65.098)
  5. Gotha (45.273)
  6. Eisenach (41.970)
  7. Nordhausen (40.969)
  8. Ilmenau (38.637)
  9. Suhl (36.395)
  10. Mühlhausen (35.799)

* Stand: 2020

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Nicht nur in Thüringen, auch europaweit gilt das neue Gesetz ab dem kommenden Jahr. Wer Essen oder Getränke zum Mitnehmen anbietet ist von der Gesetzesänderung betroffen – egal ob Restaurant, Bistro, Café, Lieferdienst, Fast-Food-Kette oder Kantinen.

Thüringens Gastronomen passt das gerade gar nicht

Die Kampfansage hat sich die „Mission Mehrweg“ auf die Fahne geschrieben. In Thüringen wollen sie das Gesetz im Freistaat bewerben, wie die „Thüringer Allgemeine“ schreibt. 15 Städte, wie Erfurt, Weimar, Jena und Gera beteiligen sich an der Kampagne. Doch bei vielen Gastronomen fallen die Freudensprünge nicht allzu hoch aus...

Dirk Ellinger, Chef des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes, hat die Situation gegenüber dem Blatt zusammengefasst: Es bestehen im Gastro-Bereich noch viele offene Fragen – außerdem sind mit den Mehrwert-Alternativen höhere Kosten und mehr Arbeit verbunden.

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Keine unerhebliche Rolle spiele außerdem auch der Zeitpunkt: Restaurants und Co. kommen gerade aus der Corona-Krise. „Wir kommen gerade aus der Krise und jetzt schlagen massive Personalprobleme und Preissteigerungen für Lebensmittel und Energie zu“, so Ellinger.

Was sich der Gastronom von der Politik wünschen würde und wo die Probleme genau liegen, erfährst du bei der „Thüringer Allgemeinen“. (jko)