Thüringen: Ärzte sauer auf Karl Lauterbach! „Zeichen mangelnder Wertschätzung“

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Weimar. Starker Gegenwind aus Thüringen!

Gesundheitsminister Karl Lauterbach hatte vorgeschlagen, das Terminservice- und Versorgungsgesetz von Neupatienten zu streichen. Und das finden die Ärzte aus Thüringen gar nicht gut.

Thüringen: DAS bringt Ärzte auf die Palme

Jetzt bricht Unmut im Freistaat aus! Die Kassenärztliche Vereinigung Thüringen (KVT) kritisiert die Pläne von Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) zur Deckung des Defizits der gesetzlichen Krankenkassen. Insbesondere der Vorschlag zur Streichung der Neupatientenregelung des Terminservice- und Versorgungsgesetzes stößt auf Gegenwind, teilte die KVT am Mittwoch mit.

Die erst 2019 eingeführte Regelung sieht für die Behandlung von Neupatienten, die über die Terminservicestelle vermittelt wurden, eine leistungsbezogene Vergütung vor. Damit sollten auch hoch ausgelastete Praxen einen Anreiz haben, kurzfristig Termine für Patienten anzubieten, auch wenn diese bislang nicht zum Patientenstamm gehörten.

Thüringen: „Zeichen mangelnder Wertschätzung der überausgelasteten Praxen“

Die vorgeschlagene Streichung dieser Regelung sei de facto eine Leistungskürzung für die Patienten und eine Honorarkürzung für die ambulante Ärzte- und Psychotherapeutenschaft, kritisierte die erste KVT-Vorsitzende Annette Rommel. „Letztlich ist dies ein Zeichen mangelnder Wertschätzung der durch die Pandemie ohnehin überausgelasteten Praxen.“

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Zur Deckung eines Defizits von 17 Milliarden Euro hatte Lauterbach ein Maßnahmenpaket vorgeschlagen. Dazu gehören unter anderem auch höhere Beiträge der gesetzlich Krankenversicherten, ein höherer Steuerzuschuss, ein Bundesdarlehen, Entnahmen aus dem Gesundheitsfonds der Krankenkassen sowie Einsparen über Effizienzsteigerungen der Kassen. Alle Infos darüber findest du >>>hier. (dpa)