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Bodo Ramelow unterbricht den Urlaub! Der Grund dafür ist ernst

Bodo Ramelow unterbricht den Urlaub! Der Grund dafür ist ernst

© picture alliance/dpa | Martin Schutt

Das ist Bodo Ramelow

Bodo Ramelow ist der erste Linke-Politiker der Ministerpräsident geworden ist.

Erfurt/Weimar. 

In Thüringen haben Unbekannte erneut Bäume zerstört, die an die Opfer des Konzentrationslagers Buchenwald erinnern sollen. Über die Grenzen des Freistaats hinaus hat der Vorfall hohe Wellen geschlagen. Auch Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) ist von der Tat erschüttert.

Deshalb unterbricht Bodo Ramelow jetzt auch seinen Urlaub – am Sonntag will er dem Gedenkgang für deportierte jüdische Jugendliche in Weimar beiwohnen.

Bodo Ramelow unterbricht Urlaub

Gegen solche Taten helfe nur „entschiedenes Handeln“, sagte Ramelow der „Tageszeitung“ (taz) zufolge. Er werde sich an der Neupflanzung der Bäume beteiligen. „Auf einen zerstörten Baum zwei neue. Auf jede feige Tat doppeltes Hinsehen“, zitierte die Zeitung den Regierungschef. Die Zerstörungen kritisierte er mit deutlichen Worten: „Wer solche feigen Taten begeht, ist geistig genauso unterwegs wie die Mörder in allen Konzentrationslagern.“

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Das ist Bodo Ramelow:

  • Bodo Ramelow wurde am 16. Februar 1956 in Osterholz-Scharmbek in Niedersachsen geboren
  • Als er acht Jahre alt war, starb sein Vater an einer Kriegsverletzung
  • Er ist zum dritten Mal verheiratet, seit 2006 mit Germana Alberti vom Hofe; hat zwei erwachsene Söhne aus erster Ehe
  • seit dem 4. März 2020 der Ministerpräsident des Freistaates Thüringen
  • Bodo Ramelow war bereits von Dezember 2014 bis 5. Februar 2020 Ministerpräsident
  • erster Linken-Ministerpräsident in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

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Nahe Buchenwald waren in der vergangenen Woche zunächst sieben Bäume abgesägt oder abgebrochen, am Samstag dann noch einmal fünf weitere abgeknickt oder beschädigt worden, die an die Opfer des nationalsozialistischen Terrorregimes erinnern. Vor fast genau 85 Jahren, am 15. Juli 1937, waren die ersten Häftlinge in das Lager auf dem Ettersberg bei Weimar in Thüringen gekommen.

Bis zur Befreiung durch US-Truppen im April 1945 verschleppten die Nazis 280.000 Menschen nach Buchenwald. Etwa 56.000 von ihnen wurden ermordet oder starben an Hunger, Krankheiten und den Folgen medizinischer Experimente.

Bodo Ramelow empört über zerstörte Gedenkbäume – Kripo wertet Spuren aus

Unterdessen wertet die Kriminalpolizei Spuren aus, die an den Tatorten gesichert wurden. Vermutlich Mitte der Woche werde der Fall dann voraussichtlich an das Landeskriminalamt übergeben, sagte ein Sprecher der Landespolizeiinspektion Jena.

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Vermutlich werde der Sachverhalt dort weiter von der Staatsschutzabteilung bearbeitet. Nach der Auslobung von 10.000 Euro für sachdienliche Hinweise durch die Stadt Weimar seien bislang keine entsprechenden Meldungen eingegangen. (dpa/jko)