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Thüringen: Mann besucht Friedhof – bei diesem Anblick verschlägt es ihm die Sprache! „Krass, dass es sowas geben muss“

Auf einem Thüringer Friedhof verschlägt es einem Mann die Sprache. Etwas an dem Friedhof hat er noch nie zuvor gesehen. Worum handelt es sich?

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u00a9 IMAGO/Bihlmayerfotografie

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Wenn man denkt, man hat schon alles gesehen! Ein Mann besuchte einen Friedhof in Thüringen – und zückte bei einer Entdeckung blitzschnell seine Kamera.

Sofort teilt er seinen Fund auf Facebook – und löst eine riesige Diskussion aus. Dabei ist das, was er findet, in der Thüringer Stadt überhaupt nicht neu.

Thüringen: Dieses Konzept ist ihm neu

Das Konzept hinter seinem Fund ist dem Mann nicht unbekannt – in der Form hatte er es aber noch nie gesehen. Gefunden hatte er es auf dem Südfriedhof in Gera. In der Kommentarspalte unter dem Post stellt sich heraus, dass er nicht die einzige Person ist, die so etwas noch nicht kennt. Einigen kennen es allerdings bereits seit Jahren. Dabei geht es um einen Halter für Gießkannen auf Friedhöfen. Die Kannen befinden sich auf einer Halterung aus Eisenstangen und sind mit einem Schloss angekettet. Wer sie nutzen will, muss, wie beim Einkaufswagen, eine 50-Cent- oder Ein-Euro-Münze einwerfen.

So verhindert man, dass die Gießkannen vom Wind verweht werden, geklaut werden oder dass jemand sie einfach am Grab vergisst und stehen lässt. Auf Facebook wird diskutiert.

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So etwas hatte ein Mann in Thüringen noch nie auf einem Friedhof gesehen. Foto: Privat Foto: Privat

Thüringen: Neu oder altbekannt?

„Krass, das es sowas auf Friedhöfen in Gera geben muss“, schreibt der Poster in den Beitrag. Auch andere kannten so eine Anlage bisher noch nicht: „Also in Weida auf dem Friedhof [gibt es so etwas] noch nicht“, kommentiert eine Nutzerin.

Selbst Leuten aus Gera sei es bisher noch nicht aufgefallen: „Komme vom Dorf und kenne das nicht. Wohne seit 8 Jahren in Gera und mir ist es das erste Mal aufgefallen“. „Ich sehe so etwas zum ersten Mal“, meint jemand anderes.

Thüringer Stadt erklärt die Maßnahme

Komplett neu ist die Maßnahme allerdings nicht. Im Gegenteil. Auf Thüringen24-Anfrage erklärt die Stadt, dass es die sogenannte Gießkannen-Pfandstation bereits seit mehreren Jahren auf dem Süd- und auch auf dem Ost-Friedhof gibt. „Allerdings nicht flächendeckend“, wie eine Sprecherin sagt.

„Die Gießkannen-Pfandstation soll dafür sorgen, dass die Besucher des Friedhos die Gießkannen nach der Nutzung wieder an die entsprechenden Wasserentnahmestellen zurückbringen“, so die Sprecherin weiter. In der Vergangenheit sei dies oft nicht der Fall gewesen.

Idee erhält Zuspruch

Das Konzept wird von einigen im Netz gelobt. „Finde ich eine gute Idee! Besser als die eigene Gießkanne immer mitzubringen“, freut sich jemand. In einem anderen Kommentar heißt es: „Immer noch billiger als im Geschäft“.


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Eines steht fest: Das Konzept sorgt dafür, dass es auf Friedhöfen ordentlicher bleibt. Außerdem vereinfacht es die Grabpflege.