Weimar: Großeinsatz der Polizei! Gruppe besetzt Haus – Polizei stellt Ultimatum

Ein besetztes Haus löste in Weimar am Dienstag einen Großeinsatz der Polizei aus. (Symbolbild)
Ein besetztes Haus löste in Weimar am Dienstag einen Großeinsatz der Polizei aus. (Symbolbild)
Foto: picture alliance/dpa | Fabian Sommer

Die Polizei ist am Dienstag zu einem Großeinsatz in Weimar ausgerückt.

Grund dafür war eine Hausbesetzung in Weimar an der Erfurter Straße.

Weimar: Hausbesetzung löst Großeinsatz aus

Am Morgen hatten sieben Menschen ein leerstehendes Gebäude in Beschlag genommen. Plakate an den Hauswänden deuten darauf hin, dass die vermutlich vier bis sechs Hausbesetzer aus dem linken Spektrum kämen, sagte ein Polizeisprecher.

In dem Haus war einst die Werkstatt des Buchbinders und Bauhaus-Lehrers Otto Dorfner (1885 bis 1955) untergebracht. Die Hausbesetzer wollten laut Polizei auch auf die Wohnraumsituation für Studenten in Weimar aufmerksam machen.

Um einen weiteren Zulauf von Personen in das seit längerem leestehenden Gebäudes zu verhindern, sperrten die Beamten die Erfurter Straß aus Richtung Sophienstiftsplatz bis zur Ecke Washingtonstraße.

In der Nähe des Hauses kam es zu einer Demo von bis zu 70 Sympathisanten gegeben, die friedlich geblieben sei.

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„Nachdem der Eigentümer des Hauses kontaktiert wurde gab dieser an, dass er ein illegales Betreten seines Eigentumes nicht dulde und die Personen das Objekt wieder zu verlassen haben“, berichtet die Polizei.

Laut dem Polizeisprecher gab es zudem ein Gespräch zwischen Weimars Oberbürgermeister Peter Kleine und den Hausbesetzern. Diesen war laut Polizei bis zum späten Nachmittag ein Ultimatum zum Verlassen des Hauses gestellt worden.

Gegen 16.30 Uhr verließen die Hausbesetzer das Haus, da die Stadt sich gesprächsbereit zeigte. Im Anschluss löste sich auch die Spontankundgebung auf, sodass die Sperrung der Erfurter Straße gegen 17.45 Uhr aufgebhoben wurde. Rund 120 Polizeibeamte waren im Einsatz.

Die Hausbesetzer müssen nun mit einer Anzeige wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch rechnen. Über die Hausbesetzung hatte zuvor die „Thüringische Landeszeitung“ berichtet. (dpa)