Erfurt: Dieser Laden auf der Krämerbrücke darf im Lockdown weiterhin öffnen – weil er DAS geändert hat

Dieses Geschäft auf der Krämerbrücke in Erfurt darf weiterhin öffnen!
Dieses Geschäft auf der Krämerbrücke in Erfurt darf weiterhin öffnen!
Foto: imago images / Jacob Schröter

Erfurt. Deutschland und somit auch Erfurt und ganz Thüringen sind im Lockdown. Und das bedeutet: Die meisten Läden und Geschäfte haben zu.

Doch manche Läden dürfen weiterhin offen bleiben. Zum Beispiel Lebensmittelläden oder Drogerien. Auch ein Geschäft auf der Krämerbrücke in Erfurt darf weiter öffnen – und das verwundert so manchen. Die Antwort auf das Warum ist allerdings leicht erklärt.

Erfurt: Dieser Laden hat weiterhin geöffnet

Der Eiskrämer auf der Krämerbrücke ist nicht nur im Sommer einer der absolut beliebtesten Anlaufpunkte für Touristen und Anwohner. Die Schlange vor dem Laden reicht oft schon fast bis auf den Wenigemarkt.

Die Goldhelm Schokoladenmanufaktur, die auch den Eisladen auf der Krämerbrücke betreibt, verkauft in der Filiale seit ein paar Tagen aber kein Eis mehr – sondern Schokolade.

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„Zusätzlich zu unserem Schokoladenladen auf der Krämerbrücke und unserem Werkstatt-Laden haben wir für euch das Goldhelm-Café und auch den Eiskrämer auf der Krämerbrücke als Schokoladenverkaufsladen umfunktioniert“, informieren die Betreiber.

Viele Erfurter freuen sich über die zusätzliche Möglichkeit. Doch andere halten dies für den völlig falschen Weg, mit der Situation umzugehen: „Eine absolute Ungerechtigkeit den anderen Ladenbetreibern gegenüber! Inklusive großer Warteschlangen vor den Läden und auf der Krämerbrücke, welche man mit den Ladenschließungen im Zuge des Infektionsschutzes vermeiden wollte!“, kritisiert ein Mann.

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Schokoladenverkauf darf weiterhin öffnen – „Ungerechtigkeit“

Die aktuelle Thüringer Corona-Verordnung besagt: (§8,2) „Mit Ablauf des 15. Dezember 2020 sind die Geschäfte des Einzelhandels einschließlich Fabrikläden und Hersteller-Direktverkaufsstellen für den Publikumsverkehr mit Ausnahme Telefon- und Onlineangebote ausschließlich zum Versand oder zur Lieferung zu schließen und geschlossen zu halten“.

Es gibt allerdings eine Reihe von Ausnahmen (mehr dazu HIER), und dazu zählen unter anderem Geschäfte des Lebensmittelhandels, worunter offenbar auch der Schokoladenladen zählt.

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„Mag sein das es unfair ist, aber man kann es dem Unternehmer auch einfach gönnen, dass es eine Lücke gibt für ihn, die er nutzen kann“, findet eine Thüringerin.

Damit steht sie nicht allein: „Warum nur ist soviel Wut und Zwietracht unter den Menschen? Ich habe mich gefreut, heute [...] überraschend ein Eis auf der Krämerbrücke zu bekommen“, berichtet eine andere Frau. „Ein Lächeln stellte sich direkt ein. Und alle hielten konsequent Abstand.“ (fno)