Corona in Erfurt: Neue Allgemeinverfügung in Kraft! DAS gilt ab sofort

In Erfurt gilt seit Donnerstag eine neue Corona-Allgemeinverfügung. (Archivbild)
In Erfurt gilt seit Donnerstag eine neue Corona-Allgemeinverfügung. (Archivbild)
Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Martin Schutt

Erfurt. Für die Landeshauptstadt Erfurt tritt am Donnerstag eine neue Corona-Allgemeinverfügung in Kraft. Sie soll deutlich übersichtlicher sein als bisher, so Winnie Melzer, kommissarische Leiterin des Gesundheitsamtes.

Diese Regeln gelten seit Donnerstag!

Corona in Erfurt: Neue Allgemeinverfügung tritt am Donnerstag in Kraft

Körpernahe Dienstleistungen: Das Schutzniveau für alle körpernahen Dienstleistungen ist mit der neuen Verfügung einheitlich. Es gilt: Bei körpernahen Dienstleistungen muss von den Ausführenden eine FFP2-Maske oder eine gleichwertige Maske ohne Ausatemventil getragen werden. Bei Dienstleistungen am Gesicht ist zusätzlich eine Schutzbrille zu tragen.

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Schnelltests in Arztpraxen und Apotheken: Pro Woche besteht Anspruch auf einen kostenlosen Schnelltest. Die Landeshauptstadt setzt dabei auf eine dezentrale Teststrategie. So sollen Warteschlangen in großen Testzentren vermieden werden. „Wir haben den Vorteil, dass wir, anders als in vielen ländlichen Gebieten, auf ein dichtes Netz an Arztpraxen und Apotheken zurückgreifen können“, so Melzer. Fast 30 Arztpraxen bieten die Schnelltests bereits an – in der Regel in separaten Sprechzeiten. Die Tendenz ist steigend. Die 43 Apotheken der Stadt haben ein Rundschreiben erhalten. „Wir sind guter Dinge, dass wir in Kürze ein breites Testangebot im Stadtgebiet haben, das die Erfurterinnen und Erfurter in der Nähe ihres Wohn- oder Arbeitsortes nutzen können“, so Melzer.

Die Apotheken, von denen einige bereits kostenpflichtig Testungen angeboten hatten, müssen ein Hygienekonzept und Schulungsnachweise vorlegen. Darüber hinaus muss sichergestellt sein, wie die Meldung von positiven Schnelltests an das Gesundheitsamt organisiert wird. Zwischen dem 27. Februar und dem 12. März 2021 wurden dem Gesundheitsamt 163 positive Schnelltests gemeldet. Davon wurden 111 mittels PCR-Testung als klinisch positiv bestätigt. „Die steigende Zahl von Schnelltestungen sorgt natürlich kurzfristig für einen Anstieg der Zahlen“, so Andreas Bausewein. „Langfristig wird es uns damit jedoch besser gelingen, Infektionsketten zu durchbrechen.“

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Entscheidung zum Modellprojekt steht aus: Oberbürgermeister Andreas Bausewein ist zuversichtlich, dass der Freistaat das Einkaufs-Modellprojekt der Landeshauptstadt grundsätzlich genehmigen wird. „Die Stadt hat ihre Hausaufgaben gemacht“, sagt er in Hinblick auf die Nachfragen, die das Gesundheitsministerium an die Stadtverwaltung gerichtet hatte.

Kritisch bewertet der OB die verlangte Kontaktnachverfolgung auch für negative Getestete. In Sachen Datenschutz müsse hier eine Lösung auf Landesebene gefunden werden. Ob das Projekt durchgeführt werden kann, entscheidet zusätzlich der Inzidenzwert. „Solange wir nicht stabil unter 100 liegen, werden wir das Projekt nicht durchführen können. So gibt es die Thüringer Verordnung vor“, so Bausewein. Er sei dankbar, dass die Landesregierung die Modell-Klausel in die Verordnung aufgenommen hat. „Wir werden das nur mit Modellprojekten hinbekommen, solange die Inzidenzen einzelner Regionen thüringenweite Lockerungen nicht ermöglichen“, so der Oberbürgermeister.

Geplant ist das Innenstadt-Shopping aktuell für den 26. und 27. März. „Wir müssen bedenken, dass auch die Händlerinnen und Händler Vorlauf brauchen und nicht von heute auf morgen öffnen können“, so Bausewein.

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Impfungen mit Vakzin von AstraZeneca ausgesetzt: „Dass wir das Impfen einstellen und Impfdosen vernichten mussten, ist bitter“, so Dr. Michael Sakriß von der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen. Der Mediziner ist überzeugt: „Der Impfstoff ist und bleibt sicher.“ Während in den beiden Impfstellen mit dem Vakzin von Biontech weiter geimpft wird, hat das Impfzentrum Mittelthüringen in der Erfurter Messe seinen Dienst auf Geheiß des Bundesgesundheitsministeriums vorübergehend eingestellt. Alle Personen, die einen Termin vereinbart hatten, wurden benachrichtigt.

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In Hinblick auf die Zweitimpfung zeigt sich Sakriß zuversichtlich: „In Thüringen wird die zweite Impfung mit dem AstraZeneca-Impfstoff neun Wochen nach der ersten verabreicht, so dass wir hier ausreichend Zeit haben.“ Er gehe davon aus, dass bereits zum Wochenende die Entscheidung für das Impfen mit AstraZeneca fällt.

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Bestattungen und standesamtliche Eheschließungen: Während für Bestattungen die Personengrenze von 25 gilt, die der Freistaat in seiner Verordnung trifft, ergeben sich für Eheschließungen in der Praxis weitere Beschränkungen. „Hier müssen wir die Raumgrößen berücksichtigen“, so Melzer. „Demnach sind gemäß der Hygienevorgaben in den drei Trausälen des Standesamtes bis zu fünf Personen neben dem Standesbeamten zulässig.“