Erfurt: Frau beobachtet diese Szenen in der City und stößt heftige Diskussion an – „Habt euch doch nicht so“

Erfurt: Eine Frau löste mit einer Beobachtung in der Stadt eine hitzige Diskussion aus. (Symbolbild)
Erfurt: Eine Frau löste mit einer Beobachtung in der Stadt eine hitzige Diskussion aus. (Symbolbild)
Foto: IMAGO / Karina Hessland

Erfurt. Was war denn da los? Bei einem Spaziergang durch Erfurt kann man kuriose Szenen beobachten. Von einer dieser Szenen berichtet eine Frau in einer Facebook-Gruppe.

Mit ihrer Schilderung hat sie allerdings eine heftige Diskussionen ausgelöst. Doch worum geht es überhaupt?

Erfurt: Frau stößt mit Beobachtung in der Stadt heftige Diskussion an

Das warme Wetter hat offensichtlich Einfluss auf das Verhalten mancher Menschen, wie die Frau in Erfurt selbst erlebt hat. Denn vergangenen Freitag ist ihr „etwas aufgefallen, das ich sonst so noch nicht kannte“, schreibt sie in einer Facebook-Gruppe.

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„Und zwar wurden scheinbar alle öffentlichen Springbrunnen zum Beispiel am Anger, am Hirschgarten oder Luisenpark zum Baden genutzt“, heißt es weiter.

Da dieser Anblick für die Frau völlig neu war, wollte sie von ihren Mit-Erfurtern wissen: „Wie steht ihr als Erfurter dazu? Findet ihr das gut? Befremdlich? Nervig? Oder vielleicht auch einen Ausdruck von Familienfreundlichkeit?“

Fast 200 Facebook-Nutzer reagierten auf den Beitrag der Frau - und sie haben eine eindeutige Meinung. In den Kommentaren heißt es zum Beispiel:

  • „Ich finde das schön, wenn die Kinder barfuß im Wasser herumtapsen. Komplett nackig und windelfrei ist dann wieder etwas Anderes. Solang niemand im Umkreis unfreiwillig vollgeplanscht wird, ist es doch ok.“
  • „Das stört mich weniger. Das einzige, was mich stört ist, wenn da Manche, die dort rumlungern - gerade am Angerbrunnen - in diesen reinpinkeln.“
  • „Mein Gott habt euch nicht so. Den Kindern macht's Spaß. Solange Unrat weggeräumt wird, ist es okay. Wir waren alle mal Kinder und wer sich hier so echauffiert, wird sich eh nicht dran erfrischen. Die Kids haben so lange die Pandemie aushalten müssen, da gönnt ihnen doch den Spaß.“
  • „Im Angerbrunnen wurde schon immer mal gebadet, auch zu DDR-Zeiten. Wir durften nie, weil da so viele Glassplitter drin waren. Auch die Trinkbrunnen seitlich von der Post waren immer sehr frequentiert. Dass Menschen in den Brunnen baden, ist nicht erst jetzt so.“
  • „Ich finde spitze und völlig normal und total befremdlich, sich über sowas aufzuregen!“

Stadt Erfurt verweist auf Badeverbot

Doch die Stadt sieht es ganz anders. Stadtsprecherin Anja Schultz erklärt auf Nachfrage von Thüringen24, dass es Bürgern „insbesondere untersagt (sei), in Brunnenanlagen zu baden, sie zu betreten oder zu verunreinigen“.

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Bei entsprechendem Wetter erfolgten deswegen auch „anlassbezogene Kontrollen“ durch die Mitarbeiter des Ordnungsamtes. „Hierbei werden insbesondere bei badenden Kindern sensibilisierend Gespräche geführt und zum Unterlassen aufgefordert. Bei Kindern und Jugendlichen über 14 Jahren sowie bei Erwachsenen erfolgt die Aufforderung zur sofortigen Beendigung“, so Schultz. Werde dem nicht nachgekommen, würden die Verstöße sanktioniert. Dann wird ein Bußgeld bis 55 Euro fällig.

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Zusätzlich erfolgten zeitlich und örtlich begrenzte Platzverweise. Auf das Baden in den öffentlichen Springbrunnen sollte man also trotz des schönen Wetters besser verzichten. (nk)