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Erfurt: Bundesgartenschau schreibt rote Zahlen! Trotzdem hält die Stadt an DIESEM Vorhaben fest

Erfurt

Das ist Thüringens Landeshauptstadt

Dass die Bundesgartenschau in Erfurt mitten in der Corona-Pandemie nicht zu einem Kassenklingel-Event werden wird, war sicher den meisten Verantwortlichen klar. Jetzt wird immer deutlicher: Die Buga in der Landeshauptstadt schreibt tatsächlich rote Zahlen.

Immerhin: Ganz so bitter, wie zuvor befürchtet, lief es für das Großevent in Erfurt nicht. Trotzdem bleibt für die Stadt ein Minus von rund einer halben Million Euro stehen. An einem bestimmten Vorhaben hält man aber in der Landeshauptstadt trotzdem fest.

Buga in Erfurt: Unterm Strich 500.000 Euro Miese

Ursprünglich hatten die Organisatoren für die Schau auf etwa 1,9 Millionen Gäste gehofft. Gekommen sind am Ende etwa 400.000 weniger. Deswegen machte man sich in der Landeshauptstadt auch auf das Schlimmste gefasst und ging von einem Minus von rund vier Millionen Euro aus.

Am Ende blieben noch 500.000 Euro davon unter dem Strich stehen. Darüber informierte die Oberbürgermeister Andreas Bausewein (SPD) am Freitag in Erfurt. Weil das Veranstaltungsprogramm durch Corona reduziert worden sei, hätten deutliche Einsparungen erzielt werden können. Dadurch konnte offenbar ein Großteil der ausgebliebenen Eintrittsgelder kompensiert werden.

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Nach der Buga ist vor der Buga? In Erfurt hält man an dem Vorhaben eines „Rückspiels“ der Bundesgartenschau im Jahr 2026 fest. (Archivbild) Foto: IMAGO / Karina Hessland

Bilanz der Buga in Erfurt nicht so katastrophal wie gedacht

Die Umstände waren sicher nicht ideal für die Bundesgartenschau 2021. Wegen der Corona-Beschränkungen mussten Blumenhallen etwa wochenlang geschlossen werden, auf dem Gelände gab es an vielen Orten eine Maskenpflicht. Das könnte viele potenzielle Besucher vergrault haben.

Die Stadtverwaltung zeigte sich am Freitag dennoch sichtlich erleichtert, dass die Buga-Finanzpeitsche nicht so heftig zuschlägt, wie zunächst gedacht. „Ohne Corona würden wir jetzt darüber diskutieren, was wir mit dem überschüssigen Geld machen“, zitiert die „Thüringer Allgemeine“ Oberbürgermeister Bausewein.

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Erfurts Oberbürgermeister Andreas Bausewein (hier auf dem Krämerbrückenfest) hält am Vorhaben des „Buga-Rückspiels“ fest. (Archivbild) Foto: IMAGO / Future Image

Er hofft jetzt auf eine großzügige Überweisung vom Land, um den Fehlbetrag zu auszugleichen. Eine entsprechende Abmachung sei getroffen worden, so der Oberbürgermeister weiter.

Kommt es zum „Buga-Rückspiel“ 2026 in Erfurt?

Bleibt die Frage, ob Erfurt an seinem Plan des „Buga-Rückspiels“ im Jahr 2026 festhält. In dieser Hinsicht scheint man in der Landeshauptstadt mehr als entschlossen zu sein. Im September soll es dafür zunächst eine Stadtratsvorlage geben, wird Bausewein von der Zeitung zitiert. Dann müsste es für das Projekt noch eine Mehrheit im Stadtrat geben.


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Im Februar weiß Erfurt dann, ob es tatsächlich zum „Rückspiel“ kommen wird. Wie genau das Event dann aussehen könnte, kannst du bei der „Thüringer Allgemeinen“ nachlesen>>> (mit dpa)