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Jena: Über 100 Nazi-Symbole ans Klinikum geschmiert – jetzt schnappt Polizei zu

So habt ihr Jena noch nicht gesehen

Nachdem am Uniklinikum in Jena über 100 Hakenkreuze geschmiert wurden, konnte die Polizei den Täter jetzt festnehmen.

Indessen wird klar: Der Schmierfink ist den Ermittlern aus Jena nicht unbekannt.

Jena: Nach „intensiver Ermittlungsarbeit“ – Polizei stellt Schmierfink

Am Dienstagvormittag konnte durch intensive Ermittlungsarbeit des Staatsschutzes und der Kripo Jena unter Leitung der Staatsanwaltschaft Gera der Durchsuchungsbeschluss gegen einen 51-jährigen Beschuldigten aus dem Saale-Holzland-Kreis umgesetzt werden, erklärte die Polizei in einem aktuellen Pressestatement.

Der Tatvorwurf: Seit 2019 soll er über 100 Mal innerhalb des Uniklinikums Jena in verschiedenen Bereichen großflächig verfassungswidrige Symbole geschmiert haben.


Das ist die Stadt Jena:

  • zweitgrößte Stadt in Thüringen mit 111.343 Einwohnern
  • liegt an der Saale zwischen Muschelkalk und der Ilm-Saale-Platte
  • Sitz der Friedrich-Schiller-Universität, die 1558 gegründet wurde und die größte Uni in Thüringen ist
  • entwickelte sich ab 1874 zur Industriestadt
  • Sehenswürdigkeiten unter anderen: Saale, Zeiss-Planetarium, Fuchsturm
  • Oberbürgermeister ist Thomas Nitzsche (FDP)

Jena: Mehrere Tausend Euro Schaden von keinem Unbekannten

Durch die hohe Anzahl dieser Schmierattacken beläuft sich der Gesamtschaden laut Polizei auf circa 35.000 Euro. Außerdem hat sich das Klinikpersonal, welches aus verschiedenen Ländern dieser Welt kommt, auf der Arbeit nicht mehr sicher gefühlt.

Der Beschuldigte schmierte die verbotenen Symbole, bei denen es sich größtenteils um Hakenkreuze handelte, auch in öffentlich zugänglichen Bereichen an. Heißt: Auch unzählige Besucher und Patienten haben die Schmierereien entdeckt.


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Der Tatverdächtige ist der Kriminalpolizei nicht unbekannt. Laut Polizei Jena kann rechtes Gedankengut als Motiv aufgrund der Tatausführung nicht ausgeschlossen werden. (msk)