Nordhausen: Mann geht nichtsahnend spazieren – und macht eine furchtbar traurige Entdeckung

In Thüringen spazierte ein Mann in Nordhausen am Flussbett. Dort schoss er dieses schockierende Bild.
In Thüringen spazierte ein Mann in Nordhausen am Flussbett. Dort schoss er dieses schockierende Bild.
Foto: Privat

Nordhausen. „Ein ganz trauriger Anblick“, „Ach du scheiße“ oder einfach nur „schlimm“ – so kommentieren Facebook-Nutzer ein Foto aus Thüringen, das in einer Nordhausen-Gruppe gerade die Runde macht.

Ein Mann hat es aufgenommen und ins Netz gestellt. Er war Anfang September in Nordhausen unter der Brücke der Thomas-Müntzer-Straße spazieren, da machte er am Flussbett der Zorge diese erschreckende Entdeckung.

Fischsterben in Nordhausen: Zorge ausgetrocknet

Tausende Leichen pflastern den Weg. Dort wo eigentlich das Wasser durch Nordhausen fließt, herrscht absolute Dürre. Etliche Fische sind hier offenbar elendig krepiert.

Die Trockenheit über den Sommer hat die Zorge in Nordhausen an der Stelle völlig ausgetrocknet. Lediglich ein Rinnsal ist übrig geblieben. Das ist nicht unüblich in Jahren mit sehr wenig Niederschlag, heißt es von dem Angelverein Nordhausen.

Zu wenig Regen in Nordhausen

Im Juli hat die Stadt Nordhausen bereits um größte Zurückhaltung beim Wasserverbrauch gebeten. Aufgrund der geringen Niederschläge in den vergangenen Wochen sollte Flora und Fauna eine Verschnaufpause gegönnt werden, hieß es da.

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Wer ohne amtliche Erlaubnis Wasser über den Gemeingebrauch hinaus entnommen hat, hat sich im Zweifel eine Strafe bis zu 50.000 Euro eingehandelt.

Angler wollen Fische retten

Der Anglerverein aus Nordhausen hat indes versucht so viele Tiere wie möglich zu retten und am 21. Juli eine Abfischaktion gestartet. „Mit E-Geräten wurden die Fische schonend dem jeweiligen Gewässer entnommen und umgesetzt.“, schreibt der Verein dazu auf seiner Homepage. Doch die Menge war offenbar einfach nicht zu bewältigen.

Fischsterben in Sonneberg

Auch in Sonneberg sind zuletzt hunderte Fische verendet. In zwei Teichen, die von dem Bärenbach versorgt werden, wurden rund 250 tote Tiere ausgemacht.

Hier aber vermutet die Polizei eine Verunreinigung des Baches, der in die Teiche mündet.

Die Ermittlungen laufen noch. Wer Hinweise geben kann, wird gebeten sich unter der Nummer (03675) 8750 zu melden.