Rätsel ums Unstrut-Krokodil! Zoos schicken Experten – „Geht um die Gesundheit der Bewohner“

Thüringen: Auch mehrere Tage nach der vermeintlichen Sichtung gibt das Krokodil in der Unstrut den Behörden Rätsel auf. (Symbolbild)
Thüringen: Auch mehrere Tage nach der vermeintlichen Sichtung gibt das Krokodil in der Unstrut den Behörden Rätsel auf. (Symbolbild)
Foto: imago images / Xinhua

Schönwerda. Auch mehrere Tage nach der vermeintlichen Sichtung gibt das Krokodil in der Unstrut im Kyffhäuserkreis (Thüringen) den Behörden Rätsel auf.

Ein Futterköder, eine aufwendige Suchaktion mit Hubschrauber und eine Kot-Analyse sollten den Ermittlern Aufschluss über das Reptil geben. Doch bisher waren alle Bemühungen umsonst. Jetzt soll ein Experte helfen.

Thüringen: Falscher Krokodil-Alarm an der Unstrut?

Es mangelt an Nachweisen. Die bisher erfolglosen Maßnahmen lassen an einigen Stellen bereits den Verdacht aufkommen, ob das Unstrut-Krokodil nicht vielleicht nur ein Fehlalarm sein könnte. Aber: „Wenn man in Verantwortung steht, muss man die Hinweise ernstnehmen, es geht ja um die Gesundheit der Bewohner“, sagt Landratsamt-Sprecher Heinz-Ulrich Thiele.

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Im Zweifelsfall neige man dazu, mehr für die Sicherheit zu tun. Auch deshalb ist die Flussgegend auf dem grünen und ländlich geprägten Kyffhäusergebiet abgesperrt worden. Baden, Angeln und Betreten sind verboten - dabei führt dort auch ein idyllischer Radweg entlang.

Zoos empfehlen Experten für Krokodil-Frage

Hoffnung setzt das Landratsamt nun auf den angefragten Experten. Es handle sich um einen bundesweit anerkannten Fachmann, so Thiele. Man hoffe, dass dieser sich schnellstmöglich vor Ort ein Bild der Lage machen und darüber urteilen könne, ob nun ein Krokodil unterwegs ist, oder nicht. Reptilienfachleute der Zoos in Leipzig und Erfurt hatten den Experten empfohlen, so Thiele.

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Dass ein Krokodil im Moment zumindest in der Theorie in der Unstrut überleben könnte, hatte derweil schon Oliver Wings erklärt, ein Forscher der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Als wechselwarmes Tier könne sich das Reptil Temperaturen von mehr als 20 Grad ebenso wie denen im einstelligen Bereich anpassen. (at, mit dpa)