Thüringen: Flugzeug in Auerstedt abgestürzt – wird das Todes-Rätsel jetzt endlich gelöst?

Thüringen: Das Todesrätsel von Auerstedt könnte nun gelöst sein. (Symbolbild)
Thüringen: Das Todesrätsel von Auerstedt könnte nun gelöst sein. (Symbolbild)
Foto: IMAGO / CTK Photo

Auerstedt. Es ist ein Rätsel, dass in Thüringen seit mehr als 75 Jahren ungelöst schien. Jetzt könnte es bald gelöst werden.

Wer waren die Männer, die am 14. März 1945 im kleinen Örtchen Auerstedt in Thüringen ihr Leben ließen?

Thüringen: Altes Rätsel aus Zweitem Weltkrieg vor Aufklärung

Fast hätte damals die „brennende Zigarre“ den Kirchturm von Auerstedt, an der Grenze von Thüringen zu Sachsen-Anhalt gelegen, gestreift, erinnert sich Werner Meister.

Siebenjähriger erlebte Absturz hautnah mit

Er erlebte den Absturz des Bombers damals als Siebenjähriger mit. Die Maschine sei in den Hang des Schützenberges eingeschlagen, durch die gesamte Bombenlast habe es eine riesige Druckwelle gegeben, schilderte der ehemalige Geschichtslehrer dem MDR.

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Plakette deutet auf kanadische Bomber-Besatzung hin

Meister war dabei, als am Montag René Schütz und sein Team von der „Vermisstensuche Thüringen“ das Grab öffneten, um mithilfe von DNA-Analysen mehr Klarheit über die Toten aus dem Zweiten Weltkrieg zu bringen.

Dabei fiel den Suchern eine halb vermoderte Plakette mit den Buchstaben „CAN“ in die Hände. Sie bestätigte ihren Verdacht, dass die abgestürzte Bomber-Besatzung nicht wie angenommen aus den USA, sondern aus Kanada stammen.

„Unbekannter amerikanischer Soldat“ auf Friedhof beigesetzt

Nur einem der Insassen war es damals gelungen, mit einem Fallschirm abzuspringen. Doch das Flugzeug war schon zu tief. Der Fallschirm öffnete sich nicht mehr, berichtet der MDR.

Die Leiche des Mannes wurde auf dem kleinen Friedhof im kleinen Ort begraben. Auf dem Grabstein stand all die Jahre: „Ein unbekannter amerikanischer Soldat“. Das könnte sich dank der neuen Recherchen der „Vermisstensuche Thüringen“ bald ändern. (ms)