Thüringen: Darauf müssen Wander-Fans sich jetzt einstellen – „weniger ist manchmal mehr"

Der Thüringer Wald ist extrem bedroht. Auf einen Besuch solltest du aber trotzdem nicht verzichten!
Der Thüringer Wald ist extrem bedroht. Auf einen Besuch solltest du aber trotzdem nicht verzichten!
Foto: Britta Pedersen/dpa

Die Thüringer Mittelgebirge sind derzeit ein beliebter Hotspot für Wanderer. Sie erleben einen echten Besucheransturm!

Viele Wander-Fans zieht es in eben jene Landschaften in Thüringen. Doch so manch einen Weg, den man heutzutage noch beschreiten kann, wird es in der Zukunft wohl nicht mehr geben.

Thüringen: Zahlreiche Wanderwege verschwinden

Schon im kommenden Jahr soll das Netz der Wanderwege in Thüringen kleiner werden. „Es gibt Tausende Kilometer Wanderwege in Thüringen, um die sich niemand kümmert und die schlicht verrotten“, sagte der Koordinator der Naturparkmeisterei Thüringer Wald, Ralf Kirchner.

„Weniger ist manchmal mehr. Nur so lässt sich die Qualität der Wege langfristig halten und erhöhen.“ Auch der Wanderverband, als Vertreter der acht großen Thüringer Wandervereine mit insgesamt über 8.000 Mitgliedern, teilt diese Einschätzung.

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Thüringen: DIESE Strecken sind nicht betroffen

Aktuell gibt es im Freistaat dem Wanderverband zufolge rund 16.000 Kilometer Wege. Einige Strecken seien in den 1990er Jahren gebaut worden und könnten unter den heutigen Voraussetzungen nicht erhalten werden. Die 33 besonders gut ausgebauten und deshalb als sogenannte Prädikatswege ausgezeichneten Strecken mit einer Gesamtlänge von rund 1.800 Kilometern sind davon nicht betroffen.

Diese Strecken gehören unter anderem zu den Prädikatswegen:

  • Panoramaweg Schwarzatal
  • Kyffhäuserweg
  • Hexenpfad in der Rhön

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Besucheransturm in Thüringer Mittelgebirgen

Der Thüringer Tourismus GmbH zufolge wurden 2020 auf dem Rennsteig trotz coronabedingter Hotelschließungen über 500.000 Besucher gezählt, 44000 mehr als im Vorjahr. Im Thüringer Wald stieg die Besucherzahl um mindestens 25.000, genaue Zahlen liegen nicht vor. (dpa/abr)