Corona in Thüringen: Restaurants sollen öffnen dürfen – auch Bordelle bald wieder offen?

So wie hier in Erfurt könnte es schon bald überall in Thüringen aussehen. Ein Entwurf für eine neue Corona-Verordnung soll  den Weg aus dem Lockdown ebnen. Doch dafür müssen die Inzidenzen in Thüringen noch weiter sinken. (Symbolbild)
So wie hier in Erfurt könnte es schon bald überall in Thüringen aussehen. Ein Entwurf für eine neue Corona-Verordnung soll den Weg aus dem Lockdown ebnen. Doch dafür müssen die Inzidenzen in Thüringen noch weiter sinken. (Symbolbild)
Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Martin Schutt

Erfurt. Die Corona-Infektionszahlen in Thüringen sinken – und so langsam treten erste Lockerungen in Kraft. Der Entwurf für eine neue Corona-Verordnung soll nun den Weg aus dem Lockdown ebnen.

Der Entwurf sieht unter anderem Öffnungen für Restaurants und Hotels vor. Doch auch andere, stark von Corona in Thüringen gebeutelte Branchen dürfen hoffen – darunter auch die Prostitution.

Corona in Thüringen: Öffnungen von Innenräumen möglich

Der neue Entwurf zur Corona-Verordnung in Thüringen macht Mut zur Hoffnung. Bei stabilen Inzidenzen unter 50 könnte im Sommer so einiges möglich sein. Kommende Woche soll der Entwurf im Landtag diskutiert werden.

Das Papier sieht laut der Deutschen Presse-Agentur vor, dass beispielsweise Restaurants und Hotels bei einer stabilen Inzidenz unter 50 im jeweiligen Kreis unter Auflagen öffnen dürfen – dies gilt auch für Kneipen und Bars. Demnach dürften die Einrichtungen auch ihre Innenräume für Gäste öffnen. Besucht werden dürfen sie allerdings nur mit vorheriger Anmeldung und einem negativen Testergebnis bzw. wenn man vollständig geimpft oder genesen ist. Sogar wegfallen könnten die Auflagen allerdings bei einer stabilen Inzidenz unter 35.

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Bisher waren touristische Übernachtungen nur auf Campingplätzen und in Ferienwohnungen erlaubt – das soll sich nun ändern. Laut dem Entwurf sollen Hotels ab einer Inzidenz unter 50 grundsätzlich öffnen dürfen. Sie sollen von ihren Gästen allerdings ein negatives Testergebnis verlangen.

Doch neben der Gastronomie und der Hotellerie dürfen sich noch andere Branchen über den neuen Plan der Landesregierung freuen. Auch Saunen, Fitnessstudios, Schwimm- und Freizeitbäder dürfen unter 50 aufmachen und ihre Gäste sogar in Innenbereichen begrüßen. Voraussetzung für sie sind negative Tests und Kontaktnachverfolgung.

Corona in Thüringen: Was bedeutet das für die Bordelle?

Ein weiterer Berufszweig, der nach dem langen Lockdown eventuell Grund zur Freude haben kann, ist der der „körperlichen Dienstleistungen“. Diese sollen ebenfalls wieder stattfinden dürfen. Voraussetzung dafür sind ebenfalls ein negatives Corona-Testergebnis und die Auflage, dass nicht mehr als zwei Menschen an der Dienstleistungs beteiligt sind. Geöffnete Bordelle und Sexarbeit dürften damit wieder möglich sein.

Bisher sieht die geltende Corona-Verordnung vor, dass bei einer Inzidenz unter 100 Restaurants und Cafés ihre Außenbereiche und Biergärten öffnen dürfen; Gäste müssen vor dem Besuch einen Termin vereinbaren.

Nach jetzigem Stand erfüllen Erfurt, Jena und Weimar das Kriterium, fünf aufeinander folgende Werktage lang eine Inzidenz von unter 100 zu haben. Am Sonntag könnte das Eichsfeld folgen. Auch in Gera stehen die Zeichen perspektivisch auf Öffnung.

Kommende Woche soll der neue Entwurf der Thüringer Corona-Verordnung vor dem Landtag in Erfurt diskutiert werden. Dabei sind Überarbeitungen und Anpassungen der vorgesehenen Regelungen nicht ausgeschlossen.(cm/dpa)