Unwetter in Thüringen: Ganzes Dorf bei Erfurt abgesperrt – Schlammmassen aus Wald in den Ort gespült

So verhältst du dich richtig bei einem Unwetter

So verhältst du dich richtig bei einem Unwetter

Egal ob Sturm, Starkregen oder Gewitter: Extremwetter kann lebensgefährlich sein. Deshalb solltest du einige Tipps beachten.

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Erfurt. Nach den sommerlichen Tagen der Schock: Über Thüringen tobte am Wochenende ein heftiges Unwetter!

Was am Freitagabend vom Himmel kam, hatte es in sich. Auch am Samstag und Sonntag wurde es richtig ungemütlich. Alle aktuellen Infos findest du in unserem Newsblog.

Montag, 7. Juni

07.05 Uhr: Turbulentes Wochenende in Thüringen

Der Montag beginnt deutlich entspannter, als das Wochenende zu Ende gegangen war.

Am Wochenende kam es durch Starkregen zu zahlreichen Einsätzen von Polizei und Feuerwehr: Der kleine Ort Gierstädt bei Erfurt in Thüringen stand am Sonntagmorgen vollkommen unter Wasser. Die Polizei sperrte das Dorf zeitweise ab.

Zuvor war am Freitagabend im Ortsteil Mosbach der thüringischen Gemeinde Wutha-Farnroda eine Flutwelle kniehoch durch den Ort geströmt und hatte Häuser, Gärten und Garagen geflutet.

Sonntag, 6. Juni

15.11 Uhr: Mehrere Unfälle auf Thüringer Autobahnen

In Thüringen hat es am Sonntag mehrfach auf Autobahnen gekracht. Betroffen waren die Autobahnen A4, A71 und A38.

Auf der A71 ist es nach der Anschlussstelle Ilmenau-Ost in Richtung Sangershausen zum Unfall gekommen. Dort hat sich ein Auto überschlagen. Der 48-jährige Fahrer und seine 48 Jahre alte Beifahrerin wurden leichtverletzt. Es entstand ein Schaden von 17.000 Euro.

Einen heftigen Unfall hat es auf der A4 zwischen Apolda und Weimar gegeben. Dort ist ein Auto ins Schleudern geraten und von der Straße abgekommen. Die 48-jährige Fahrerin wurde leicht verletzt, ihr Beifahrer (48) schwer. Auch hier entstand erheblicher Sachschaden in Höhe von 15.000 Euro.

Sechs weitere Verkehrsunfälle hat es außerdem gegeben. Dabei entstand insgesamt ein Schaden in Höhe von 43.000 Euro. Wie die Polizei berichtet, war bei fast allen Unfällen wohl die Kombi aus zu hohem Tempo und regennasser Fahrbahn die Unfallursache.

12.42 Uhr: Altenburger Land zieht bittere Bilanz

Das Unwetter hat das Altenburger Land im Griff gehabt. Wie die Polizei berichtet, verzeichnete die Feuerwehr allein in Altenburg im Stadtgebiet 150 Einsätze. Keller liefen voller Wasser, Straßen waren überflutet,... glücklicherweise wurde niemand verletzt.

11.09 Uhr: Dramatische Lage in Gierstädt bei Erfurt

Nach starken Regenfällen am Wochenende steht der thüringische Ort Gierstädt bei Erfurt unter Wasser. Alle Zufahrtsstraßen wurden am Sonntagmorgen gesperrt, wie ein Sprecher der Polizei sagte. Der Ort sei komplett überflutet, eine Umleitung wurde eingerichtet. In dem kleinen Ort im Landkreis Gotha waren zehn Feuerwehren mit 74 Kräften im Einsatz, sagte ein Sprecher der Rettungsleitstelle Gotha. Demnach seien auch größere Schlammmassen aus einem umliegenden Waldgebiet in den Ort gespült worden.

9.42 Uhr: Wetterdienst warnt wieder vor Unwetter

Der Deutsche Wetterdienst warnt auch am Sonntag vor Unwettern in Thüringen. Für den Kreis Weimarer Land gilt eine Warnung vor schwerem Gewitter ab 12 Uhr bis 22 Uhr. Gleiches gilt für Jena. Für die Stadt Erfurt warnt der DWD vor heftigem Starkregen zwischen 9.42 Uhr und 11.30 Uhr.

9.20 Uhr: Starkregen sorgt für Unfälle

Der heftige Starkregen hat am Samstag für mehrere Unfälle auf Thüringer Autobahnen gesorgt. Gleich fünf Mal hat es zwischen 18 und 22 Uhr gekracht. Schwerpunkt war laut Polizei die A9. Dort hab es zwischen Triptis und Lederhose gleich drei Unfälle. Glücklicherweise wurde niemand schwer verletzt.

Samstag, 5. Juni

20.24 Uhr: Tornado über Thüringen

Das Unwetter über Thüringen hatte einen Tornado im Gepäck. Bilder zeigen das beeindruckende Naturschauspiel am Samstag. „Es sind sogenannte Typ2 Tornados. Nicht an Superzellen, sondern bei schwacher vertikaler Windscherung an einer bodennahen Konvergenzlinie mit Schauern oder Gewittern“, erklärt Kachelmann Wetter.

16.11 Uhr: Irres Schauspiel über Erfurt

Dieses Bild ist wirklich gleichsam bedrohlich wie beeindruckend! Es zeigt ein spektakuläres Wolkenschauspiel. „Kein Tornado oder Schlimmeres, nur viel Wasser und etwas Eis“, postet Jörg Kachelmann dazu.

14.20 Uhr: Wetterdienst warnt vor schwerem Gewitter

Im Kreis Weimarer Land und in der Stadt Weimar kann es laut Deutschem Wetterdienst heftig krachen. Hier wurde eine amtliche Unwetterwarnung vor schwerem Gewitter ausgesprochen. Es gilt Stufe 3 von 4.

8.42 Uhr: Starkregen und Gewitter auch am Wochenende

ach den heftigen Regenfällen am Freitag sollten die Menschen in Thüringen auch am Wochenende ihre Regenjacken bereithalten. Im ganzen Land werden schwerste Schauer und Gewitter erwartet, wie ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sagte. „Die laden zum Teil gigantische Wassermassen ab“, so der Sprecher des DWD am Samstagmorgen. Örtlich könnten demnach am Samstag bis zu 50 Liter Wasser niedergehen, auch Hagel und Sturmböen werden erwartet.

Wie schon am Freitag sollen diese Unwetter allerdings nur örtlich streng begrenzt auftreten: Während also in einem Ort die Wolken aufbrechen, kann es schon im Nachbarort vergleichsweise ruhig bleiben. Die Höchsttemperaturen liegen tagsüber bei 24 bis 27 Grad, im Bergland zwischen 18 und 24 Grad. In der Nacht kühlt es auf bis zu 12 Grad ab.

Auch am Sonntag setzt sich dieser Trend laut dem Sprecher des DWD fort: Es bleibt stark bewölkt, örtlich treten voraussichtlich Schauer und Gewitter auf. Die Temperaturen steigen wieder bis auf 27 Grad, im Bergland bleibt es etwas kühler bei maximal 24 Grad.

Freitag, 4. Juni

22 Uhr: Prognosen bewahrheiten sich – heftige Unwetter über Thüringen

Tatsächlich sorgten Gewitter und Starkregen am Freitag in Teilen von Thüringen für überflutete Straßen und voll gelaufende Keller.

In Wutha-Farnroda im Wartburgkreis sind zur Stunde rund 150 Kräfte der Feuerwehr und dem Technischen Hilfswerk im Dauereinsatz und kämpfen gegen die Wasser- und Schlammmassen. Straßen und Wege sind überschwemmt, zahlreiche Keller vollgelaufen.

Besonders heftige Auswirkungen hat das Unwetter im Ortsteil Mosbach. Hier ist die einzige Zufahrtstraße komplett unter Wasser, die Bewohner aktuell von der Außenwelt abgeschnitten. Teile des Ortes standen bis zu 20 Zentimeter unter Wasser. Auch in Zella-Mehlis ist die Feuerwehr damit beschäftigt Keller auszupumpen.

15 Uhr: Wetterdienst spricht höchste Warnstufe für Harz aus

Im Harz gilt die höchste aller Warnstufen – das gibt es nur selten. Heißt: Der DWD hatte am Nachmittag eine amtliche Unwetter-Warnung herausgegeben. Die Meteorolgen warnten vor schwerem Gewitter, extrem heftigem Starkregen und Hagel.

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Demnach können im Harz bis zu 60 Liter Regen in der Stunde runterkommen. Der Wind fegt mit bis zu 60 km/h durch den Harz – kombiniert mit Hagel.

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9.50 Uhr: Wetterdienst warnt vor Unwetter

Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Unwettern in Teilen Thüringen. Starkregen, Sturmböen und heftige Gewitter können im Laufe des Tages auf dich zukommen. (ms,abr,dpa)