Opel-Werk Eisenach: Schock-Nachricht für die Mitarbeiter – Bänder stehen über Wochen komplett still

Das Opel-Werk in Eisenach ist nun auch von einer bitteren Krise betroffen – das hat jetzt bittere Konsequenzen für die Mitarbeiter des Autobauers. (Archivbild)
Das Opel-Werk in Eisenach ist nun auch von einer bitteren Krise betroffen – das hat jetzt bittere Konsequenzen für die Mitarbeiter des Autobauers. (Archivbild)
Foto: picture alliance / Winfried Rothermel | Winfried Rothermel

Eisenach. Die Autoindustrie hat es derzeit nicht leicht: Der Halbleitermangel bringt heftige Auswirkungen mit sich – betroffen ist nun auch das Opel-Werk Eisenach.

Für die Mitarbeiter im Opel-Werk in Eisenach hat es deshalb jetzt eine bittere Nachricht gegeben.

Opel-Werk in Eisenach: Ab nächster Woche stehen die Bänder still

Schon ab nächster Woche sollen die Bänder aufgrund des Chip-Mangels in dem Werk stillstehen: Für rund 1300 Mitarbeiter heißt das dann Kurzarbeit – und das bis zum Ende des Jahres, wie „Bild.de“ berichtet.

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Auto-Experte Professor Dr. Stefan Bretzel von der Uni Bergisch Gladbach stellt eine düstere Prognose auf: „Die Chipkrise wird die Autoindustrie noch weit bis ins nächste Jahr belasten“, sagte er. Alle Autobauer seien derzeit von dem Mangel betroffen.

Opel-Werk in Eisenach nicht allein betroffen

Auch bei VW hat die Chipkrise zugeschlagen. So war im Stammwerk Wolfsburg ebenfalls Kurzarbeit angesagt – mittlerweile kann dort aber wieder mehr gearbeitet werden.

Laut dem Auto-Experten Stefan Bretzel sei allerdings eine Sache besonders auffällig. Denn: Trotz Chipkrise seien die Gewinne der Autobauer in Deutschland extrem hoch. Zurückzuführen sei dies auf die bestimmte Nutzung der wenigen Chips, die übrig seien. Diese würden nämlich vorwiegend in die teuren Autos der Hersteller eingebaut, wie er gegenüber BILD.de sagte.

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Das Opel-Werk in Eisenach:

  • Entstand aus einer Zusammenarbeit zwischen dem Automobilwerk Eisenach und der Adam Opel AG nach der Wende
  • Steht auf dem ehemaligen AWE-Betriebsteil im Westen der Wartburgstadt
  • Am siebten Februar 1991 wurde der Grundstein für das Werk gelegt
  • Opel investierte runde eine Milliarde D-Mark in den Standort
  • Fast zeitgleich mit dem Richtfest am neunten September 1991 lief auch der letzte Wartburg in Eisenach vom Band

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+++ Bodo Ramelow mit deutlichen Worten Richtung Opel: „Muss klare Ansagen treffen" +++

Die Corona-Krise kann als Ursache für den Chip-Mangel angesehen werden: Die Pandemie hatte eine schnellere Digitalisierung zur Folge. So sind mehr Geräte für das Arbeiten im Home-Office oder für den Schulunterricht gebraucht worden. Dafür sind mehr Halbleiter gebraucht worden, berichtet „Bild.de“. (jko)