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A4 in Thüringen: Transporter-Fahrer überfährt Wolf – „Dritter Wolfsunfall in Thüringen“

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Wenn sich der Verkehr außerorts staut, muss in Deutschland eine Rettungsgasse gebildet werden. Das musst du dabei beachten.

Hermsdorf. 

Schrecksekunde für einen Transporter-Fahrer auf der A4 in Thüringen.

Mitten in der Nacht war er auf der Straße unterwegs, als es plötzlich krachte. Der Transporter hatte auf der A4 in Thüringen zu hoher Wahrscheinlichkeit einen Wolf erfasst. Der NABU Thüringen trauert um das seltene Tier.

A4 in Thüringen: Erst in zwei Wochen Gewissheit

Laut Polizei war der Fahrer auf der A4 am Mittwoch gegen 23 Uhr in Richtung Frankfurt/Main unterwegs. Auf Höhe der Anschlussstelle Hermsdorf-Ost sei dann plötzlich ein Tier über die A4 gelaufen. Der Fahrer konnte nicht mehr rechtzeitig reagieren – und erfasste das Tier mit voller Wucht.

Der Verdacht: Es handelt sich vermutlich um einen Wolf! Der Fahrer blieb bei dem Unfall in der Nacht unverletzt.

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Mehr Unfallberichte aus Thüringen:

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Die Beamten fanden das tote Tier neben der Autobahn. Thüringer Experten sollen jetzt klären, ob es sich wirklich um einen Wolf handelt. Dabei sollen Gewebeproben Gewissheit bringen. In zwei Wochen wird mit den Ergebnissen gerechnet. Die gefährdete Tierart Wolf ist seit 2014 wieder in Thüringen heimisch.

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Das ist das Bundesland Thüringen:

  • der Freistaat Thüringen hat rund 2,1 Millionen Einwohner auf 16.000 Quadratkilometer Fläche
  • Landeshauptstadt und zugleich größte Stadt ist Erfurt
  • weist eine hohe Dichte an wichtigen Kulturstätten auf, darunter das „Klassische Weimar“ (Unesco-Weltkulturerbe), das Bauhaus in Weimar und die Wartburg bei Eisenach
  • Ministerpräsident ist Bodo Ramelow (Linke), regierende Parteien sind Linke, SPD, Grüne

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Nabu bedauert Wolfs-Unfall auf A4 in Thüringen

Der Naturschutzbund Thüringen (Nabu) bedauert das tragische Unglück auf der A4. Da der Wolf in Deutschland keine natürlichen Feinde habe, gelte die illegale Jagd und der Straßenverkehr als seine größten Gefahren.

„Für den Bereich des Hermsdorfer Kreuzes hat der Nabu bereits 2007 in seinem Bundeswildwegeplan einen Gefahrenschwerpunkt identifiziert und fordert dort den Bau von Grünbrücken“, so ein Sprecher. Grünbrücken würden nicht nur Tiere im Straßenverkehr schützen, sondern könnten auch für Menschen, besonders Wanderer, nützlich sein.

Wenn sich die Vermutungen bestätigen, ist dies der dritte Wolfsunfall auf den Thüringer Autobahnen. Laut Umweltministerium kam der erste Wolf 2016 auf der A71 zwischen Schloßvippach und Großrudestedt ums Leben. Zwei Jahre später starb ein weiterer auf der A9 bei Bad Klosterlausnitz. (mw)

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