Weimar: Katastrophenschutz hilft nach Hochwasser: „Es ist schwer in Worte zu fassen“

Im MDR berichten Helfer aus Weimar von ihrem Einsatz im Hochwassergebiet. Die Erlebnisse seien nur „schwer in Worte zu fassen“.
Im MDR berichten Helfer aus Weimar von ihrem Einsatz im Hochwassergebiet. Die Erlebnisse seien nur „schwer in Worte zu fassen“.
Foto: IMAGO / Future Image; MDR

Weimar. Die Hochwasser-Bilder aus NRW und Rheinland-Pfalz ließen auch die Menschen in Thüringen sprachlos zurück. Mit unfassbarer Wucht waren ganze Dörfer zerstört worden, tausende Menschen wurden verletzt, mehr als 150 kamen bei der Umweltkatastrophe ums Leben.

Was folgte war eine große Hilfsbereitschaft aus allen Teilen des Landes. Auch aus Thüringen rückten rund 150 Helfer des Katastrophenschutzes in die betroffenen Gebiete aus, sechs von ihnen aus Weimar. Der „MDR“ hat mit zwei von ihnen gesprochen.

Weimar: Helfern fehlen die Worte

In der Sendung „MDR um 2“ sprach MDR-Reporterin Juliane Hennig am Dienstagnachmittag mit Thomas Seyfarth und Frank Briesner. Beide arbeiten für den Katastrophenschutz Weimar und waren in den vergangenen Tagen in NRW und Rheinland-Pfalz im Einsatz. Noch immer sind einige Helfer aus Thüringen vor Ort.

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Das ist die Stadt Weimar:

  • älteste Aufzeichnungen über Weimar reichen bis 899 zurück
  • „Weimar“ bedeutet ursprünglich „Heiligtumsee“
  • mit rund 65.000 Einwohnern (Stand 2019) die viertgrößte Stadt Thüringens
  • bekannt für das kulturelle Erbe und die Epoche der Weimarer Klassik; Standort des Goethe- und Schillerdenkmals, des Goethe- und Schiller-Museums sowie des Bauhaus-Museums mit Werken von Walter Gropius
  • Oberbürgermeister ist Peter Kleine (parteilos)

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>>> Die aktuelle Lage in NRW

Den Mitarbeitern des Katastrophenschutzes fällt es im Video-Betrag sichtlich schwer, das Erlebte zu begreifen. „Es ist schwer in Worte zu fassen. Es sind sehr bleibende Eindrücke entstanden“, so Seyfarth im Interview. Die „große Zerstörung, die überall zu sehen ist“, habe ihn Nachhaltig beeindruckt.

Ebenso beeindruckend sei jedoch auch die Hilfsbereitschaft vor Ort gewesen und der Aufwand, der von den Helfenden betrieben worden sei. Allein die aufgefahrene Technik sei „gigantisch“ gewesen. „Da wird glaube ich gerade alles gegeben“, sagte Seyfarth zum „MDR“.

„Das hat mich schwer bewegt“

Auch Staffelführer Frank Briesner spricht von einer dramatischen Situation vor Ort. Mit umgebauten Feuerwehrfahrzeugen habe man zunächst Trinkwasser in die betroffenen Gebiete gebracht. Die „dramatische Zerstörung“ habe einen bleibenden Eindruck hinterlassen – ebenso wie die Tatkraft der Menschen.

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„Ich fand es neben der organisierten Hilfe sehr beeindruckend, wie die Landwirte dort zur Selbsthilfe aber auch allen anderen mit ihren Traktoren und großen Anhängern geholfen haben. Was die Leute vor Ort organisiert haben, mit ihren Möglichkeiten, das hat mich schwer bewegt“, schilderte Brinser.

Im Gedächtnis werde ihm zudem der Geruch bleiben, der einen am Einsatzort erwartet. Eine Mischung aus „Diesel, Benzin, Fäkalgeruch und Schlamm“. Den gesamten Beitrag von „MDR um 2“ kannst du noch bis zum 27. Juli hier in der Mediathek schauen. (dav)