Buga Erfurt: Zoff um Gastronomie schaukelt sich hoch – „lassen das derzeit anwaltlich prüfen“

Der Zoff um die Gastronomie bei der Buga Erfurt schaukelt sich weiter hoch. (Symbolbild)
Der Zoff um die Gastronomie bei der Buga Erfurt schaukelt sich weiter hoch. (Symbolbild)
Foto: IMAGO / Steve Bauerschmidt

Erfurt. Die Gemüter in Erfurt sind erhitzt!

Bilder der Buga Erfurt vom Wochenende haben für Diskussionen gesorgt. Darauf zu sehen: Tische und Stühle nahe der To-Go-Angebote, die von den Besuchern genutzt werden. Der CDU platzte daraufhin der Kragen. Sie bezeichnete diese Szenen als „Ohrfeige für alle Gastronomen“. Ein Buga-Sprecher indes wies den Vorwurf zurück und erklärte, dass es lediglich To-Go-Angebote gibt.

Doch der Streit um die Gastro auf der Buga Erfurt scheint noch nicht beendet.

Buga Erfurt: Zoff um Außengastronomie

Von Anfang an wurde die Eröffnung der Buga Erfurt diskutiert. Geht das trotz Pandemie? Klar, sagen die einen. Nein, meinen die anderen. Eröffnet wurde sie am verganenen Wochenende trotzdem. Unter strengen Corona-Auflagen. Was du bei deinem Buga-Besuch beachten musst, liest du HIER.

Doch schon nach dem ersten Wochenende gab es Kritik. Bilder hätten in den sozialen Medien die Runde gemacht, auf denen Besucher zu sehen sind, die auf Stühlen an Tischen sitzen und essen würden – und das ganz in der Nähe der Getränke- und Essensstände. Ist das nicht aufgrund der Corona-Pandemie verboten? Der CDU Thüringen ist angesichts der Fotos der Kragen geplatzt. Alles zur Reaktion liest du HIER.

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Das ist die Buga:

  • die Buga ist eine deutsche Gartenbauausstellung
  • findet alle zwei Jahre in verschiedenen deutschen Städten statt
  • die erste Buga fand 1951 in Hannover statt, vorher gab es bereits andere Gartenbauausstellungen: Eine erste Internationale Land- und Gartenbauausstellung fand etwa vom 9. bis 17. September 1865 in Erfurt statt
  • 2007 waren zum ersten Mal zwei Städte in Thüringen, Gera und Ronneburg, Buga-Standorte
  • Die Buga 2021 in Erfurt findet vom 23. April bis 10. Oktober statt

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Buga und Bodo Ramelow dementieren Gerüchte

Thüringens Ministerpräsident dementierte am Montagabend am Rande seines Statements zur Ministerpräsidentenkonferenz die Gerüchte „ausdrücklich“. Auch ein Buga-Sprecher machte klar, dass sich die Bundesgartenschau „komplett im Rahmen bewegt“ hätte. Tische und Stühle seien nach der Kritik zwar weggeräumt worden, dies fuße aber auf dem Entgegenkommen der Buga auf ihre Kritiker.

Doch ganz vom Tisch scheint das Thema damit nicht. Wie Buga-Geschäftsführerin Kathrin Weiß angekündigt hat, erwägt die Bundesgartenschau wegen der Vorwürfe angeblich erlaubter Außengastronomie Unterlassungsklagen gegen Verbreiter entsprechender Äußerungen und Fotos in sozialen Medien. „wir lassen das derzeit anwaltlich prüfen“, sagt Weiß.

Es gehe darum, Schaden von der Buga und den dort tätigen Gastronomen, die Snacks zum Mitnehmen anbieten, abzuwenden. Die Buga folge mit ihrem Gastronomiekonzept vollständig den Regelungen der Thüringer Anti-Corona-Verordnung, stellte Weiß klar. „Es gibt keine Sonderregelung für die Buga.“

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Buga-Geschäftsführerin: „Neid und Missgunst befeuert“

Unter anderem die CDU-Fraktionen im Thüringer Landtag und im Erfurter Stadtrat hatten dies als Ungleichbehandlung gegenüber anderen Gastronomen, deren Lokale wegen der Pandemie geschlossen sind, gegeißelt. „Die Darstellung ist falsch“, betonte Weiß. Dies werde die Buga nicht dulden. „Mit so einer Darstellung werden nur Neid und Missgunst befeuert.“ Weiß kündigte an, dass konkret die Posts der CDU-Stadtratsfraktion zu dem Thema anwaltlich geprüft würden.

Auf dem Gartenschaugelände gibt es mehrere Anbieter von Bratwurst, Eis oder Getränken zum Mitnehmen. Sitzgelegenheiten sind laut Weiß nur ab einem Abstand von zehn Metern gestattet. Innengastronomie in Restaurants und Cafés ist wegen der Anti-Corona-Maßnahmen nicht erlaubt. (abr/dpa)