Corona-Mutation greift in Thüringen um sich – Stadt Jena teilt schlimme Befürchtung

Es werden immer mehr Fälle der Corona-Mutation in Thüringen bekannt. Und es könnte noch viel mehr geben! (Symbolbild)
Es werden immer mehr Fälle der Corona-Mutation in Thüringen bekannt. Und es könnte noch viel mehr geben! (Symbolbild)
Foto: IMAGO / Eibner

Jena. Die Mutation des Coronavirus B.1.1.7 ist am Donnerstag erstmals in Thüringen nachgewiesen worden. In Jena wurde die Mutation bei einem 8-jährigen Mädchen festgestellt.

Am Freitag wurden noch weitere Fälle in Weimar und im Eichsfeldkreis bekannt. Auch Jena meldete einen weiteren Fall. „Es muss davon ausgegangen werden, dass sich die Variante des Virus schon zahlreich in der Bevölkerung verbreitet hat“, teilte die Kommune mit.

Corona-Mutation in Jena: Deswegen könnten noch mehr Menschen bereits infiziert sein

Am Donnerstag war in Jena der erste Nachweis der britischen Virusvariante bekannt geworden. Infiziert hatte sich ein achtjähriges Mädchen; das Kind war bereits am 10. Januar erkrankt. Auch dessen Eltern waren laut Gesundheitsministerium mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert. Der Ursprung der Infektion wird in Jena vermutet. Die betroffene Familie war den Angaben zufolge zum Zeitpunkt der Infektion nicht verreist. Das Gesundheitsamt arbeitet an der Ermittlung von Kontaktpersonen.

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Das Problem ist, dass die Virus-Mutation derzeit nicht mit einem normalen Corona-Test erkannt werden könne, erklärt die Stadt Jena auf Anfrage von Thüringen24. „Dazu bedarf es einer sehr aufwändigen Sequenzierung, welche nur wenige Labore durchführen können. In Jena ist dies das Labor des Universitätsklinikums.“

Hinzu komme, dass nicht alle positiven Nachweise auf das Sars-CoV-2-Virus zusätzlich auf Mutationen kontrolliert werden, so der Stadtsprecher. Es kann also durchaus zahlreiche weitere, noch unerkannte Fälle geben.

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Diese Quarantäne-Auflagen sollten unbedingt beachtet werden

Sollte die Virus-Mutation nachgewiesen werden, wird seitens des RKI empfohlen, auf jeden Fall die Quarantänedauer von 14 Tagen einzuhalten. Weitere Empfehlungen des RKI seien in Vorbereitung, so die Stadtverwaltung Jena. Das Land Thüringen werde aller Voraussicht nach in einer neuen Quarantäneanordnung nächste Woche auf den neuen Virustyp reagieren.

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Die britische Mutation des Coronavirus gilt als deutlich ansteckender. Mediziner des Uniklinikums Jena haben in dieser Woche mit der Sequenzierung von Coronavirus-Proben begonnen, um mutierte Varianten aufzuspüren, berichtet der MDR. Die gute Nachricht: Bis jetzt sei noch keine der deutlich ansteckenderen Mutationsvariante aus Brasilien oder Südafrika nachgewiesen worden. (fno mit dpa)