Thüringen: Autofahrer macht seltene Aufnahme – das Schicksal dahinter ist traurig

Luchs an der Landstraße L1137 bei Ilmenau (Thüringer Wald).
Luchs an der Landstraße L1137 bei Ilmenau (Thüringer Wald).
Foto: Clemens Apel

Ilmenau . Ein Autofahrer hat bei Ilmenau in Thüringen einen Luchs auf Foto und im Video festhalten können.

Er sichtete das am Fahrbahnrand wartende Tier am Montag auf der Landstraße bei Gabelbach (Thüringen), wie der Naturschutzbund Nabu Thüringen am Donnerstag mitteilte.

Thüringen: Mann filmt Luchs Aslan am Straßenrand

Er konnte die Katze mit den Pinselohren dabei filmen, wie sie an der Straße sitzend auf einen günstigen Augenblick der Querung wartet.

Bei dem beobachteten Luchs handele es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um das bereits mehrfach in der Region dokumentierte Luchsmännchen Aslan, hieß es.

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Er streife alleine umher, da er vermutlich bei der Suche nach einem Weibchen bislang erfolglos blieb.

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Kurzinfos zum Luchs:

  • Wissenschaftlicher Name: Lynx
  • Familie: Katzen (Felidae)
  • Lebenserwartung: Rotluchs: 7 Jahre
  • Ordnung: Raubtiere (Carnivora)
  • Länge: 69 bis 130 Zentimeter
  • Höhe: 48 bis 75 Zentimeter
  • Gewicht: 8 bis 30 Kilo

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Luchs Aslan hat den Thüringer Wald spätestens seit 2017 als seine neue Heimat entdeckt und ist seitdem auch dageblieben. Vermutlich sei Aslan ursprünglich aus den Waldgebieten in Hessen beziehungsweise dem Harz nach Thüringen eingewandert, sagte Silvester Tamás, Koordinator des Luchsprojektes beim Nabu Thüringen.

Das Bildmaterial werde derzeit noch von der zuständigen Kompetenzstelle für Wolf, Luchs und Biber beim Umweltministerium überprüft.

„Nun fehlen nur noch die Luchsweibchen“

Jörg Voßhage vom UNESCO-Biosphärenreservat Thüringer Wald sagte, der Thüringer Wald biete beste Voraussetzungen als Lebensraum für die scheuen Tiere. „Nun fehlen nur noch die Luchsweibchen.“

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Eine der großen Herausforderungen werde es in den nächsten Jahren deshalb sein, dass Wanderluchse wie Aslan nicht nur ausreichend große Waldgebiete als Lebensräume eroberten, sondern dort auch auf Luchsweibchen treffen und sich erfolgreich verpaaren könnten.

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Nur dann könne auch die Rückkehr der Luchse nach Deutschland und Mitteleuropa gelingen. (dpa)