Eisenach: Lehrerin zum dritten Mal in Quarantäne – sie ist wütend: „Das ist reine Willkür“

Eine Lehrerein in Eisenach versteht die Welt nicht mehr, als sie nun schon zum dritten Mal in Quarantäne muss. (Symbolbild)
Eine Lehrerein in Eisenach versteht die Welt nicht mehr, als sie nun schon zum dritten Mal in Quarantäne muss. (Symbolbild)
Foto: IMAGO / Fotostand

Eisenach. Wut bei einer Lehrerin aus Eisenach!

Anja Krauß unterrichtet an einer Schule in Eisenach und versteht die Welt nicht mehr: Sie muss in Quarantäne, inzwischen zum dritten Mal.

Dass Quarantäne an sich eine sinnvolle Maßnahme sein kann, daran hat die Lehrerin aus Eisenach keine Zweifel – allerdings versteht sie nicht, warum die Gesundheitsämter in anderen Kreisen ganz anders entscheiden. Über den Fall hatte die „Thüringer Allgemeine“ berichtet.

Eisenach: Lehrerin muss in Quarantäne – doch ihre Kollegen nicht

Inzwischen ist es für viele Schüler und Lehrer deutschlandweit wohl fast schon Routine: Immer wieder müssen Lehrer und Klassenverbände in Quarantäne. Weil bei den unter 18-Jährigen die Impfquote noch sehr gering ist, rücken die Schulen immer mehr in den Fokus des Pandemiegeschehens.

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Während überall im Land die Inzidenzen sinken, könnte die Delta-Variante gerade an Schulen zum neuen Pandemietreiber werden. Umso unverständlicher, warum die Gesundheitsämter teils zu so unterschiedlichen Einschätzungen kommen.

In Eisenach muss Lehrerin Anja Krauß nun in Quarantäne, nachdem eine Schülerin einen positiven Corona-Test hatte, berichtet die „Thüringer Allgemeine“. Bloß: Drei andere Kollegen, die die betroffene Schülerin ebenfalls unterrichtet hatten, dürfen im Dienst bleiben. Das sei auf die verschiedenen Wohnorte der Lehrkräfte zurückzuführen.

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Eisenach: „Das ist reine Willkür“

Während das Gesundheitsamt Eisenach die Regeln streng auslegt und Krauß in die Quarantäne schickt, bewerten die Gesundheitsämter der Wohnorte ihrer drei Kollegen die Infektion der Schülerin als keinen Grund für Quarantäne. „Das ist reine Willkür“, klagt Krauß.

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Durch die niedrigen Inzidenzen in den vergangenen Wochen war Präsenzunterricht erst wieder möglich geworden. Auch nach den Sommerferien, die in Thüringen am 26. Juli beginnen, soll in den Schulen der Präsenzunterricht fortgesetzt werden. Die Hoffnung im Freistaat ist groß, dass bis dahin allen Erwachsenen und sogar Kindern ab 12 ein Impfangebot gemacht werden kann. Mehr zu Corona in Thüringen liest du hier in unserem Blog.

Wenn du mehr zu dem Fall von Anja Krauß lesen möchtest und wissen willst, wie das Gesundheitsamt sich dazu äußert, kannst du das >> hier bei der „Thüringer Allgemeinen“ nachlesen.

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