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Thüringen: Vier Tote wegen Brand-Drama! Wie der Verdächtige gefasst werden konnte

Wie verhalte ich mich richtig bei einem Unfall?

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Bei dem schrecklichen Brand-Drama in Apolda (Thüringen), sind vier Menschen ums Leben gekommen.

24 sind bei dem Feuer verletzt worden – darunter auch vier Feuerwehrleute. Ein 53-Jähriger sprang offenbar aus dem Fenster eines Mehrfamilienhauses in Thüringen, um sich vor den Flammen zu retten. Später entdeckten die Einsatzkräfte eine weitere Leiche im Haus. Jetzt hat die Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen und die Ermittlungen wegen Mordes und Brandstiftung aufgenommen.

Thüringen: Vier Tote bei Feuer in Apolda

Der Brand war am frühen Sonntagmorgen in der Innenstadt von Apolda ausgebrochen. Vier Menschen starben dabei. Ein 53-Jähriger kam beim Sprung aus einem Fenster ums Leben. Eine Leiche wurde im ausgebrannten Dachstuhl gefunden. Dem Polizeisprecher zufolge wurden anschließend zwei weitere Tote entdeckt, die noch nicht identifiziert werden konnten. Erst eine Obduktion sollte Aufschluss über die Identität bringen.


Erste Hilfe leisten – das kannst du tun!

  1. Bei einem Unfall die Unglücksstelle absichern.
  2. Den Notruf unter 112 oder 110 wählen.
  3. Ständig die lebenswichtigen Funktionen des Verletzten kontrollieren.
  4. Im Fall der Fälle: Wiederbelebung starten / Blutungen stillen.
  5. Stabile Seitenlage.
  6. Die Person mit einer Rettungsdecke wärmen. Dabei auch auf Wärme von unten achten.
  7. Psychische Betreuung: Mit der betroffenen Person sprechen, ihr über den Kopf streichen. Auch Bewusstlose spüren diese Fürsorge.

Zwölf Bewohner und zwei Feuerwehrleute wurden durch das Feuer am frühen Sonntagmorgen verletzt, wie die Polizei berichtete. Mehrere Menschen werden derzeit im Krankenhaus behandelt.

Thüringen Apolda
Beim Brand eines Mehrfamilienhauses in Apolda (Thüringen) sind am Sonntag zwei Menschen getötet worden. Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Johannes Krey

Vor dem Haus spielten sich laut dem „MDR-Thüringen“ dramatische Szenen ab. Die Feuerwehr rettete etwa 30 Bewohner mit Drehleitern und Sprungkissen aus dem Gebäude. Sie standen an den Fenstern und riefen um Hilfe. Offenbar hatte das Feuer ihnen den Fluchtweg abgeschnitten.


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„Es ist nicht auszuschließen, dass weitere Opfer unter dem Schutt liegen“, sagte der Polizeisprecher. Es würden allerdings derzeit keine Menschen mehr vermisst. Neben den Todesopfern gibt es 24 Verletzte, darunter vier Feuerwehrleute. Zwei der Betroffenen wurden schwer verletzt, sie erlitten eine Rauchgasvergiftung beziehungsweise Knochenbrüche beim Sprung aus dem Fenster.

Haus kann nach Brand in Thüringen zunächst nicht betreten werden

Das Wohnhaus kann laut dem Apoldaer Bürgermeister Rüdiger Eisenbrand wegen der unklaren Statik des Gebäudes nach dem Brand nicht betreten werden. Daher konnten auch die Leichen lange nicht aus dem Gebäude geborgen werden. Bei dem dreigeschossigen Haus sind dem Bürgermeister auch das Holztreppenhaus zerstört und Decken durch die Löscharbeiten in Mitleidenschaft gezogen worden. Die meisten Bewohner seien zunächst bei Verwandten und Bekannten untergekommen. Für sie müssten nun andere Wohnungen bereitgestellt werden.

Thüringen
Zusammengeknotete Tücher hängen an einem Fensterkreuz des Wohnhauses in Apolda (Thüringen). Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Johannes Krey

Laut dem „MDR-Thüringen“-Bericht ist das Haus jetzt nicht mehr zu bewohnen. Wie genau es zu dem Brand kommen konnte, ist noch nicht bekannt. Mehr als 100 Feuerwehrleute waren in Apolda im Einsatz. Die Polizei schätzt den entstandenen Sachschaden auf etwa zwei Millionen Euro.

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Insgesamt waren in dem Wohnhaus 44 Bewohner gemeldet. Alle sind demnach identifiziert. Wie viele Menschen sich zum Zeitpunkt des Brands tatsächlich in dem Haus aufhielten, konnte die Polizei nicht sagen.

Thüringen: Polizei geht von Brandstiftung aus – Mord-Ermittlungen laufen

Der für den tödlichen Brand in einem Wohnhaus im thüringischen Apolda tatverdächtige 35-jährige Mann ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft Erfurt vor der Tat von einer Überwachungskamera am späteren Brandort aufgenommen worden. Die Aufnahmen zeigten den Mann mit Benzinkanistern in der Hand beim Betreten des Hauses, sagte Sprecher Hannes Grünseisen am Dienstag auf Anfrage und bestätigte einen MDR-Bericht.

Durch die Aufnahmen seien die Ermittler auf die Spur des Verdächtigen gekommen. Die Polizei hatte am Montag von Zeugenhinweisen auf den Mann und von Fotos von ihm gesprochen.

Gegen den 35-jährigen bulgarischen Staatsbürger war am Dienstag vom Amtsgericht Erfurt auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl erlassen worden. Gegen den Verdächtigten wird wegen Mordes und Brandstiftung ermittelt. Er sollte nach der Verkündung des Haftbefehls in Untersuchungshaft gebracht werden. (dpa/ red.)

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