„Riverboat“ (MDR): „Zwischen Tüll und Tränen“-Star Uwe Herrmann wird nach Sendung heftig attackiert – „ sind zurecht entsetzt“

Uwe Herrmann, bekannt aus „Zwischen Tüll und Tränen“ war bei „Riverboat“ zu Gast. Ein Auftritt kam bei vielen gar nicht gut an. (Archivbild)
Uwe Herrmann, bekannt aus „Zwischen Tüll und Tränen“ war bei „Riverboat“ zu Gast. Ein Auftritt kam bei vielen gar nicht gut an. (Archivbild)
Foto: IMAGO / STAR-MEDIA; TVNOW (Montage: Thüringen24)

Nach dem Auftritt von „Zwischen Tüll und Tränen“-Star Uwe Herrmann bei „Riverboat“ im MDR brach ein regelrechter Shitstorm auf dem Brautmoden-Verkäufer aus Dresden ein. Nun wehrt sich der 58-Jährige gegen die Vorwürfe.

Selten gab es einen Auftritt bei „Riverboat“, den die Moderatoren Kim Fisher und Jörg Kachelmann sprachlos zurückließ. Am Freitag war Uwe Herrmann zu Gast. In der Vox-Sendung „Zwischen Tüll und Tränen“ hilft er Bräuten bei der Kleidersuche.

Auf Facebook hat Herrmann bereits eine eingeschworene Fangemeinde. Doch viele davon hat er mit seinen Äußerungen bei „Riverboat“ sehr verärgert.

„Riverboat“ (MDR): Kim Fisher und Jörg Kachelmann sind entsetzt

„Das Universum ist unendlich, die Liebe ist unendlich – und die Beine mancher Frauen auch“, sagte er zu Beginn seines Auftritts. Was sollte das denn bedeuten? Einzelne Studiogäste bei „Riverboat“ lachten verhalten.

Dann präsentierte er zwei Kleider, eins im Prinzessinnen-Stil, das andere im Boho-Style.

„Das ist so eine Braut, die etwas Besonderes will, die dieses klassische Prinzessinnenkleid nicht will“, sagt Herrmann über Letzteres, „bisschen frech und sexy, sie heiratet in der Scheune. Das sind so spezielle Frauen. Eine Ökotante mit Bummskrause, gepflegten Achselhaaren und Damenbart – die passt in so ein Kleid super rein.“

„Riverboat“-Moderatorin Kim Fisher steht der Mund offen. Jörg Kachelmann sagt ihr: „Kim, du musst jetzt eingreifen.“

„Ich bin wirklich entsetzt gerade“, sagte Fisher. Nachdem Uwe Herrmann anschließend von A nach B im Studio rannte, bat Fisher, dass er sich setzen solle. Plötzlich holte er Brustschalen heraus und packt sie sich unter sein Shirt. „Ich bin jetzt langsam ein bisschen sprachlos“, so die „Riverboat“-Moderatorin.

„Riverboat“ (MDR): „Dann soll es ihr scheißegal sein, was die denken“

Doch es kam noch schlimmer. Uwe Herrmann sprach über die Körperhaltung von Frauen und sagt: „Wenn eine Frau so zusammengesackt geht, dann sage ich immer: 'Bitte denk dran, hinten sind drei hübsche Männer, die dich beobachten' – und schon verändert sich das.“

Da muss „Riverboat“-Moderator Kachelmann dazwischengehen: „Es ist egal, wie die Frau läuft. Wenn sie so laufen will, dann soll sie verdammt nochmal so laufen. Und wenn die drei Macker hinter ihr das denken, dann soll es ihr scheißegal sein, was die denken.“

Sichtlich genervt sagt er: „Es ist vollkommen okay, wie sie läuft oder ob sie Haare hat oder dick oder dünn ist. Es ist ihr gutes Recht und weder Männer noch sonst irgendwas hat das Recht, das zu bewerten.“

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Das ist Riverboat:

  • eine auf MDR ausgestrahlte Talkshow
  • die Erstausstrahlung fand am 3. Januar 1992 statt
  • mittlerweile gibt es von der Talkshow drei Staffeln
  • moderiert wird die Show von Kim Fisher (seit 2014) und Jörg Kachelmann (seit 2019)

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Uwe Herrmann legt noch einen nach und sagt, dass er oft mit „Problemfällen“ in seinem Geschäft konfrontiert sei. „Sie möchte vielleicht so ein Kleid haben und passt gar nicht rein. Dann ist es immer gut, wenn die Begleiter dabei sind, damit ich nicht der Dumme bin, der die Wahrheiten verkündet.“

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„Riverboat“-Moderatorin Kim Fisher antwortete darauf: „Das fand ich jetzt grad ein bisschen verletzend für alle Frauen, die vielleicht eben nicht den Traummaßen entsprechen.“ Darauf Hermann: „Dann tue ich mich entschuldigen.“

„Riverboat“ (MDR): Uwe Herrmann erklärt sich

Doch die nahmen nicht alle an. Uwe Herrmann bekam etliche Hass-Nachrichten und äußerte sich am Mittwochabend zu den Vorwürfen. Auf Facebook schrieb er, dass er positives, aber auch viel negatives Feedback bekam.

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„Die, die mich nicht kannten, habe ich vor den Kopf gestoßen und sie sind zurecht entsetzt, dass jemand so über Frauen redet. Ich möchte das gerne klarstellen: Jeder ist so in Ordnung, wie er ist – ich will kein Ideal und schreibe niemandem etwas vor!“

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Er sagt, dass die Konfektionsgröße bei „Riverboat“ überhaupt keine Rolle spielte. „In der Sendung habe ich mich schon entschuldigt, das ging unter. Ich möchte es hier nochmal bekräftigen: Ich hatte nicht vor jemanden zu verletzen.“ (ldi)