Thüringen: Familienvater (53) stirbt an Covid-19 – „Dieses Virus ist so unberechenbar“

Nicht nur Corona: das waren die größten Epidemien der Menschheit

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Hildburghausen. An diesem Sonntag gedenkt Thüringen und ganz Deutschland den über 80.000 Corona-Toten. Einer von ihnen ist Jürgen Lück.

Wie der MDR berichtet, erkrankte die komplette Familie aus Hildburghausen in Thüringen. Der 53-Jährige war Familienvater, Versicherungsfachmann, Bäckermeister und Vollblutmusiker.

Im Januar infizierte sich der Vater von zwei Töchtern mit Covid-19. Auch seine Frau und sein 86-jähriger Vater erkrankten.

Thüringen: Familienvater wurde beatmet

Der 86-Jährige konnte wegen der Pandemie nicht mehr zur Tagespflege. Der ambulante Pflegedienst kam deshalb morgens und abends für etwa 20 Minuten vorbei.

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Das ist das Coronavirus:

  • ist SARS-CoV-2 (Abkürzung für englisch: severe acute respiratory syndrome coronavirus 2)
  • gehört zur Familie der Coronaviren, eine Infektion kann neue Atemwegserkrankung Covid-19 verursachen
  • erstmals 2019 in der chinesischen Stadt Wuhan entdeckt
  • wurde von der WHO am 30. Januar 2020 als „gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite“ und am 11. März 2020 als Pandemie eingestuft
  • Infektion erfolgt in der Regel über Tröpfcheninfektion und Aerosole

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Es wird vermutet, dass der Pflegedienst das Virus einschleppte. Die komplette Familie erkrankte im Januar. „Wir haben alle zwei Wochen gelegen, mein Mann musste am 26.01. in die Klinik, sein Vater lag da schon zwei Tage im Krankenhaus, sagt Anke Lück.

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Ihr Schwiegervater erholte sich wieder. Doch ihr Mann nicht – er wurde ins künstliche Koma versetzt und beamtet.

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Doch das half leider nicht. Am 16. Februar stirbt der Thüringer m Krankenhaus. „Mein Mann ist mit 53 Jahren verstorben ohne organische Vorerkrankungen. Dieses Virus ist so unberechenbar. Wir sind unendlich traurig“, sagt Lück gegenüber dem MDR. (ldi)