Kreis Hildburghausen: Brand in Neonazi-Treff „Goldener Löwe“ – der Besitzer ist sehr bekannt

Brand im Kreis Hildburghausen.
Brand im Kreis Hildburghausen.
Foto: NEWS5 / Ittig

Kloster Veßra. Brand im Kreis Hildburghausen!

Ein Feuer hat am Freitag in den frühen Morgenstunden im Kellerbereich der Gaststätte „Goldener Löwe“ in der Südthüringer Gemeinde Kloster Veßra (Kreis Hildburghausen) gewütet.

Ersten Informationen zur Folge handelt es sich bei dem Objekt um die Gaststätte, die der deutschlandweit bekannte Rechtsextremist Tommy Frenck betreibt. Auch ein Imbissstand, der sich in unmittelbarer Nähe der Gaststätte befindet, kam es nach ersten Aussagen zu einer Explosion.

______________

Das ist Tommy Frenck:

  • Ex-NPD-Mitglied, Kreistagsabgeordneter von Bündnis Zukunft Hildburghausen und Neonazi-Aktivist
  • Im Dezember 2014 kaufte er für 80.000 Euro das Lokal Goldener Löwe im 300-Einwohner-Ort Kloster Veßra
  • dort finden Veranstaltungen der freien Kameradschaftsszene in Thüringen
  • seine Biermarke „Deutsches Reichsbräu“ sorgte bundesweit für Schlagzeilen

______________

+++ Erfurt: Rechtsextremist misshandelt – Täter als Polizisten verkleidet! +++

Kreis Hildburghausen: War es ein Brandanschlag auf den Neonazi-Treff?

Kurz vor 05:00 Uhr wurden die Einsatzkräfte zu dem Objekt in der Hauptstraße in Kloster Veßra alarmiert. Die Feuerwehr konnte den Brand, der offenbar gleich an mehreren Stellen im Keller ausgebrochen war, schnell unter Kontrolle bringen.

Es soll zuvor zu Explosionen gekommen sein. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Sowohl der Kellerbereich, als auch der Imbiss gegenüber, der nicht von Frenck betrieben wird, wurden stark beschädigt.

______________

Mehr Themen aus Thüringen:

______________

Zum aktuellen Zeitpunkt deutet vieles auf eine vorsätzliche Brandlegung hin. Überwachungsaufnahmen zeigen mehrere Explosionen. Die Polizei ermittelt.

Die Polizei geht von Brandstiftung aus. Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke), Innenminister Georg Maier (SPD) und weitere Landespolitiker verurteilten die Tat.CDU-Fraktionschef Mario Voigt fragte auf Twitter: „Müssen erst Menschen zu Schaden kommen?“ Die Eskalation politischer Gewalt in Thüringen müsse ein Ende haben. (red)